112 Wie man sieht, fehlt mir oft noch der Titel dier Gedichte (der oft auch handschriftlich gar nicht existiert), und manchmal habe ich den Titel und kenne nicht die Anfangszeile. Auf diese Weise kann es geschehen, daß einige von den oben als ge- trennte Gedichte aufgeführten Titeln und Anfangszeilen zusam- mengehören. Doch ergibt sich immerhin eine fErgänzungstabelle von über 60 Gedichten. Sie unterscheidet sich einerseits von der Tabelle A.Dreyers dadurch, daß sie,mehr Namen fremder Meister (außer H. Sachs), die in Schillertönen sangen und dichteten, bringt, und andrerseits dadurch, daß sie mehr beson- ders frühe Gedichte in Schillertönen, nicht nur solche aus der 2. Hälfte des 16. Jlidt. und aus dem 17. Jhdt., zusammenstellt. Meine Quellen sind selbständig durchgearbeitete Hss., Auszüge aus den Nürnberger Meistersingerprotokolien, die auch von A. Dreyer benutzten Vorlagen, Goedekes „Gundriß“ u. m. а. A. Dreyer hat für seine Tabelle hauptsächlich „Hans Sachs“ Bd. 25 hrsgeg. von A. v. Keller-E. Goetze und das „Gemerkbüchlein des Hans Sachs (15,5,5—61)“ und die „Nürnberger Meistersin- gerprotokolle (1595—1605)“ hrsgeg. von K. Drescher benutzt. Er stellt von Hans Sachs 66 Gedichte in Schillertönen fest (30 im Hof ton, 24 im Süßen Ton und 12 in der Maienweise); aus dem Gemerkbüchlein nebst Mstsg.-protokollen zieht er 10 Lieder im Hofton, 5 im „Süßen 'Fon“ und 6 in der Maienweise aus; schließ- lich stellt er von fremden Meistern nur 2 Gedichte im Hofton, 2 im Süßen Ton und 2 in der Maienweise zusammen. Von sei- nem Auszug aus dem Gemerkbüchlein nebst Meistersingerpro- tokollen sind jedoch nur 1 evtl. 2 Gedichte eigene Werke der Vortragenden Sänger, alle andern sind von Hans Sachs und wurden von den betreffenden Meistersingern nur reproduziert0). Schließlich kann ich noch Dreyers Zusammenstellung H. Sächs- ischer Gedichte in Schillertönen anhand des Generalregisters seiner Gesamtwerke (StLV 250) um 3 Gedichte ergänzen: 1) Eins purgers sun der nam ein weih / Hofton / Der docli- ter feint /.? 10. 1547. 9) Zur Vermeidung von irrtümern bei der Betrachtung des Dreyerschen Verzeichnisses.