53 Diese Reime beweisen unzweideutig, daß J. Sch. bereits mhd. i diphthongisch gesprochen hat. Dazu kommen außerdem noch die Reime: geyt (s.): leyt (< legit) III6 zeit: geit(t) [< gibit] ÜV7; VI Dementsprechend sind auch _die Schreibungen des alten Mo- nophthongen fast überall (4 Ausnahmen!) diphthongisch; sie bedeuten also nicht nur fortgeschrittene graphische Darstellung der alten Länge: i.-i*) dein : peyn IIIU mein: dein IV3 » : sein (inf.) IV5, X4 sein (gen.): mein X10 „ (inf.): fein VII2, I7 schein (s.): fein III3 wein (s.): sein (inf.) II2 kaiserein: dein VIII2 (der) seine (pron.): weine (sg.) geyte (s.): neyde(s.) III4 neydt: zeit III8 zeit: seit (konjunktion) VII^ bleiben : scheibe (inf.) IV7 weyb (pl.): leyb X6 bleiben: weyben Xn weibe (sg.): scheibe (s.) IX4 leyden (s., stn.): vermeyden I schein (s.): darein VIX erentreich : geleich II13 freudenreich: „ X10 stätigcleiche : geleiche IX2 gnadenreich : weich (v.) VIII3 weyss (adj.): gleiss (v.) VII2 greyffen : pfeiffen 1I13 leichen (verb.): verzeichen „abschlagen“ IV6 zwir und treisig:vnfleisig IX2 schreiben : weyben II8 auß schneiden : meyden II,0 weib : (zu ir) scheyb II9 weybe : treiben IIn weyb: treib III3 treyben : bleiben III5 Doch4x- geistlichemreichen II10 geistlich : glich II12 s?/(pron.): bübere?/II8 III, 4) Hierunter sind die Reime des Gedichtes XF (Straßburger Druck!!) nicht aufgeführt, da der Drucker selbstverständlich alle Belege für frühnhd. ei : ei in I r i abändert, vergl. zyt: gyt XI,, rnelody : fry XF2, wyp : Iyp XI3, schyni : fyn XF4 (2 X) und 4 wei- tere Beispiele, Da ist es dann bedeutsam, daiß er aber unter dem Einfiuß der Vorlage, wie ich meine, dreimal den neuen Diphthong schon stehen läßt: fein : meyn XF7, weyp : leyp XI7, fein : rubín XI)B.