21 den Stelle seiner „Geschichte Bayerns“ keine Beweise für seine Behauptung an; er schreibt: „Hans der He sei lohe r soll d'er •Mün- chener Meistersingerzunft angehört haben. Sicher ist dies von dem Münchener Jörg Schilcher — diese Namensform [nicht Schillerl erweisen die M.B. als die richtige —, von dem ver- schiedene Töne, der Hofton, die Maienweise, die Thronweise, der sanfte Ton u. a. bekannt sind. In Schillers Hofion besitzen wir auch 3 geistliche Meistergesänge (bei Wacker- nage!, 'Das deutsche 'Kirchenlied TI, 840f. Über Schiller s. v. d. Hagen, MS IV 907; Bartsch, Meiste rliieder, 186.).“ A. Dreyer kennt diesen Mangel, denn er sagt: „Zwar nicht bei) dem Hes- selloher, aber bei einem etwas späteren71) Meistersänger, näm- lich bei Jörg Schüler (recte Schdlher), stellt Kiezler III, 866 die Zugehörigkeit zur Münchener Meistersingerzunft fest. Aber die von ihm angeführten Quellen; HMS IV, 907 und Bartsch, 186 geben hierüber keine Auskunft;“ darauf bespricht er die Stel- len bei HMS72 73) und Bartsch™) und. erwähnt seine ergebnislosen Untersuchungen bezüglich J. Schs. Heimat bei v. Aretin. Dreyer findet also keine Begründung der 'Riezlerschen Behauptung, be- handelt aber trotzdem J. Sch. weiter als Münchener Meistersin- ger. Aus seinem Aufsatz schöpft aller Wahrscheinlichkeit nach J. Nadler, wenigstens für die Ansetzung der Lebenszeit, denn er schreibt u. a.: „Zudem sind wir über die Zunft (sc. der Münche- ner Meistersänger) schlecht unterrichtet und die Abkunft eines aus ihr(!), des frühest bekannten JörgSchiller, um 1500, istum- 71) Der Hesselloher starb aber um 1470! 72) An dieser Stelle berichtet v. d. Hagen, diaß sich Gedichte in Schillertönen vorfinden in a) der Münchener Meisterlicdersamm- lung Cgm. 351 (Pap., 276 bl., 4'°, um die Mitte des 15. Jhdts., nr. 641 ergibt 14401); b) codd. pal. gorm. 109 und 680 [dagegen wird nicht die Hs. 392 erwähnt, die v. d. Hagen für „wohl noch älter“ hält als die Münchener Sammlung, trotzdem ja bl. 6 eine Weissa- gung auf d. J. 1481 enthält]; c) 4 Berliner Hss. Fol. 22—24, pap., 16. Jhd't Dazu stellt Dreyer a. a. O. willkürlich die Dresdener Hs. M 71, bei der v. d. Hagen nichts von einem Schillerton erwähnt; gleichzeitig sagt er, daß die Hs. Cgm. 35>1 kein Meisterlied Schillers und auch kein solches in seinen Tönen enthalte. 73) s. o- unsere Wiedergabe der Stelle bei Bartsch.