216 konnten. Sie haben von den Zengen Besser, Woytt und andern gehört, das; am fraglichen Tage, am 13. Juli, an der sogenannten Gnadenstelle von dem zuständigen Beamten der 8 116 des St.-G.-B. verlesen und die Leute 3 mal ausgefordert wurden, sich zn entfernen, das; aber die Gensdarmen nicht im Stande waren, die versammelte Menge zu ent¬ fernen, und das; dem Befehle der Beamten nicht Folge gegeben wurde: die Beamten zogen sich zurück. Der Untersuchungsrichter hat versucht, die Leute, die damals zugegen waren, zu ermitteln, und es sind nur 2 Auklagen übrig geblieben. Karl Altmayec ist übrig geblieben als Derjenige, welcher durch Rathskammerbeschluß überwiesen wurde, an 13. Juli 1876 als THeil¬ nehmer an einen; Auflauf von Menschen zn Marpingen nach dreimaliger Aufforderung, sich zu entfernen,, fit nicht entfernt zu haben. Der Be¬ schuldigte ist nach den Verhandlungen in; Walde g sehen worden, er hat nach den Aussagen der Zeugen Lichtherz und Rauch, kurz nachdem die Beaniten sich entfernt hatten, sich in dem Walde befunden und auf die Frage des einen Zeugen, wie laitge die Beamten schon fort seien, gab er sofort die bestimmte Zeit und Stunde an und sagte, seit etwa einer halben Stunde. Daraus hat man nun und ans der eben noch näher präzisirten Aeußerung des Zeugen Rauch geschlossen, daß der Beschuldigte an Ort und Stelle gewesen und also die Aufforderung gehört und trotzdem sich nicht entfernt habe. Man wird vielleicht mit Recht daraus erwidern, der Beamte war in seinem Walde und hatte die Aufsicht über den Schutz des Waldes und keinen Grund, sich aus dem Walde zu entfernen, auch ab¬ gesehen davon, daß gegen ihn selbst nicht erwiesen ist, daß er um die Ze;t, als die Aufforderung erging, an Ort und Stelle gewesen ist. Ich bin der Meinung, daß gegen diesen Beschuldigten die Anschuldigung nicht erwiese;; ist, und ich trage darauf an, ihn von dieser Beschuldigung freisprechen zu wollen. Die zweite Beschuldigung, die in dieser Beziehung aus de,; Vor¬ gängen vom 13. Juli hergeleitet ist, betrifft den Pastor Eich. Sie haben, meine Herren, gehört aus den Verhandlungen, daß am 13. Juli der Pastor Eich, aufgefordert durch den Pfarrer Reur. und zwar schrift¬ lich aufgefordert, nach Marp. gekommen ist, und daß nicht, wie Herr Reur. sagt, das Begegnen ein bloß zufälliges war, sondern Eich, wie er sagte, „einen Brief bekommen hatte." Sie begegneten auf der Chaussee von Marp. nach Alsweiler einander, und bei dieser Gelege-