211 teur der „Marienblüthen", Cramer, ausgenommen hatte, verlesen. Ec theilte mit, das; eine Belgierin, die fest an die Erscheinung geglaubt habe, mit ihren 3 kranken Kindern in Marp. gewesen, dieselben aber nicht geheilt worden seien. Cramer wünschte, die Kinder mochten die Mutter Gottes befragen, w e s; h a l b dieselben nicht geheilt worden seien. Dann wurde e>n Protokoll des Hrn. Cramer verlesen, welches derselbe im September aufgenommen hat über eine Erscheinung, m welcher der Teufel zu gleicher Zeit mit der Mutter Gottes, bekleidet nve diese selbst, im Walde sich gezeigt hat. Der Teufel wäre auch später in der Wohnung der Hubertus allein erschienen, wobei der Kirchenrechncr Fuchs anwesend gewesen sei. Ter Teufel habe schwarzes, zottiges Haar'und 4 Pferdefüße gehabt, sowie ein Kirid aus den Armen. Der Teufel habe sie aufgefordert, vor ihm nieder zu fallen imb ihn anzubeten; er habe versprochen, die im Zimmer be- findlichen Kohlen in Brod zu verwandeln. Anfangs wären die Kinder bange vor ihm gewesen, als jedoch die Mutter Gottes auch erschienen, hätten sie Muth gefaßt. Tie Mutter Gottes habe gesagt: „Schlaget ihn, stoßet ihn!" Die Kinder wären nüt einem Stiefel auf ihn losgegangen und hätten ihn geschlagen, bis er hinausgelaufen wäre. Bald wäre er wie- der an die Thüre gekommen und hätte gesagt: „Laß mich herein, ich bin kalt, ich werde naß." (Es regnete.) Dann habe er gesagt, „von '•ein was gesprochen wird, schreibet nichts auf!" — worauf die Mutter Gottes gesagt, „schreibet Alles auf". — Bald nachher wäre er weggegangen. — Kirchenrechner Fuchs habe ihm erklärt, er habe keine Notizen darüber geniacht, weil er der Sache keine g^oße Bedeutung beigelegt habe. Cramer be- merkt noch, daß die Aussagen der Kinder sehr verworren gewesen seien. Es werden darauf 2 Briefe an Pastor Neur. verlesen von einer gewissen Dame Trion aus Belgien. In dem ersten dankt sie Hrn. Pastor Neur. für den empfangenen Brief und bemerkt, das; sie auch von Herrn Cramer gute Nachrichten bekommen habe. In dem 2. Briefe bittet sie um genaue Auszeichnung der Merkwürdigkeiten von Marp. Einige kathol. Zeitungen brächten fast gar nichts darüber. Nun kommt ein Brief von dem Pastor Dell zu Zell in der Pfalz zur Ver- lesung, welcher, für Neur. bestimmt, an die Adresse des Pastors Schneider gerichtet war und auf der Post in Beschlag genommen wurde. Demselben war beigegeben ein Brief des Pastor Hammer aus Wolsstein, und ein Brief uon einem gewissen Hrn. Ridinger an Hrn. Dell. In dem letzteren