210 und der 3. Faktor sind die Beschuldigten und ihre Vertheidiger, Sie können dann noch verlesen lassen, was Sie wollen." Bachem: „Das Jnkriminirte hat doch nur das öffentliche Ministe- rium zu bezeichnen; dadurch wird der Vertheidigung das Material ge- geben, gegen welches sie sich bei der Vertheidigung zu wenden hat." Präs.: „Ich werde den Herrn Staatsprokurator weiter fortfahren lassen und nach Schluff das verlesen lassen, was mir nöthig erscheint." Linz: „Noch eine kllrze Bemerkung: Ich habe, bevor ich begonnen, erklärt, das; seitens des Herrn Oberprokurators aus alle ausgeschiedenen Briefe kein Werth gelegt werde, und damit wird die Bemerkung des Herrn Anw. Simons erledigt sein. Was die Bemerkung des Hrn. Adv. Bache m betrifft, so hat der Herr Präsident Alles aufzuklären, was er für die Sache wichtig hält." Präs.: Der Ausdruck ,,'nkriminirt" ist meinerseits ungenau und inkorrekt gewesen. Ich werde Ihnen sagen, was mich bei der Auswahl der Briese geleitet hat. Ich habe unberücksichtigt gelassen, ob dieselben be t a st e n d oder ent l a st e n d waren ; nicht allein für das „s ch u l d i g", sondern auch für da? „nichtschuldig" habe ich das Material gesam- melt. Es ist nun deffhalb nicht zweckmäffig, wenn der Staatsprokurator einzelne der Briefe auslassen würde. Ich glaube, daff es zweckmäffig ist, wenn wir auf die eingeschlagene Weise fortfahren." Simons: „Nach dieser Mittheilung wird die Sache vollständig aufgeklärt." Präs.: „Ich glaubte, das voraussetzen zu können." Simons: „Also nur die Stellen sind inkriminirt, welche hier vorgelesen sind?" Bachem: „Der Vertheidigung wird es doch selbstoerständl.ch über- lassen sein, auch noch ihr bekannte Punkte aus den Akten, die noch nicht verlesen sind, anzuziehen?" Linz: „Es handelt sich hier nur einstweilen um die Briese ; bezüg- lich der Broschüren muff ich das dem Hrn. Oberprokurator überlassen." Oberpr.: „Wir haben es hier mit einer Zuchtpolizeigerichtsver- handlnng und nicht mit einer Assisenverhandlung zu thun ; bei der ersteren hat das Gericht zu erläutern, was zur Ausklärung zweckmäffig ist. Das, was in der Verhandlung vorgekommen ist, kann aber auch selbstver- ständlich zum Gegenstände der Anklage gemacht werden." Darauf werden Briefe und ein Protokoll, welches derNedak-