207 Zeuge: „Ich habe ihm 2 Ochsen abgekauft am 4. Jan. 1877." Prä s.: „Ist Ihnen bekannt, daß er an Stelle der verkauften Ochsen andere fauste?" Zeuge: „Das kann ich nicht sagen." Präs.: „Die Ochsen, welche Sie gekauft haben, waren das Ochsen zum Anspannen?" Zeuge: „Ja." Präs.: „Also darüber können Sie uns nichts sagen, ob er an Stelle der verkauften Ochsen sich andere angeschafft hat?" Zeuge: „Nein." Präs.: „Wann haben Sie die Ochsen bezahlt?" Zeuge: „An demselben Tage." Präs.: „Wieviel haben Sie dafür bezahlt?" Zeuge: „163 Thaler." Der Grund, aus welchem L e i st in dem oben erwähnten Gespräche sagte, er habe viel Geld, ist durch die Vernehmung dieses Zeugen hinreichend aufgeklärt, und wird deßhalb auf andere Zeugen in dieser Sache verzichtet. Achtzehnte Sitzung. Freitag den 14. März, Norm. von 9 bis 12 Uhr. Verlesung von Akten. Da manche unleserlich sind, so werden alle durch den (wieder ziemlich hergestellten) Staatsprokurator Linz verlesen, welcher sich bisher mit diesen Briefen viel beschäftigt hat und sie darum leichter entziffern kann. Es wird zunächst eine Reihe von Briefen verlesen, in welchen der Pastor Neur. gebeten wjrd, Mp. Wasser ;u senden und entweder ersucht wi d, die Auslagen durch Postvorschuß zu erheben, oder versprochen wird, die a nzug e b e nde n 11 n ko sten zu e rsta t t en. Alle Briefe, welche nach dem 11. Oktober 1876 ankamen, sind auf der Post mit Beschlag belegt worden; das den Briefen beigefügte Geld wird vom Untersuchungsrichter aufbewahrt. Ein Briesschreiber hat sich beim Hrn. Pastor erkundigt, wo das an ihn gesandte Geld verblieben sei;