195 Der Präs, hält diese Vernehmung für ausreichend. P r a s.: „Jetzt muß ich zunächst folgendes mittheilen : Am Ende des Protokolles über die Vernehmung eines Kindes aria Rauter steht: „Vorgelesen, genehmigt und unterschrieben," und dann wird aber registrirt: „sie verlangt das Protokoll selbst durchzulesen, um zu sehen ob keine Fehler darin seien,° das wird ihr nicht gestattet." Zeugin Marg. Kirsch, 9 Jahre alt. Präs.: „Du gehst in die Schule und wohnst in Marp.?" Zeugin: „Ja." Präs.: „Weißt Du auch, daß man nicht lügen darf?" Zeugin: „Ja". Präs.: „Hast Du schon die Mutter Gottes gesehen?" Zeugin: „Ja." Präs.: „Wann dann? Weißt Du den Tag?" Zeugin: „Am 3. Juli 1877." Präs.: „Was ist passirt, als Du auf dem Wege nach Urexweiler gingst?" Zeugin: „Da habe ich die Mutter Gottes gesehen." Präs.: „Du hast einmal von der langen Leiter gesprochen; wie war das?" Zeugin: „Ja ich habe eine weiße Leiter gesehen." Präs.: „Was hast Du da gethan?" Zeugin: „Ich habe gebetet." Präs.: „Was roch mehr? bist Du auf der Leiter hinaufgestiegen?" Zeugin: „Ja." Präs : „Wo bist Du da hingekommen?" Zeugin: „In den Himmel." Präs.: „Du sagtest mal, der h. Petrus hatte die Thür aufgelassen?" Zeugin: „Ja." Elisabeth N. Bier, 9 I. alt, aus Marpingen. Präs.: „Hast Du schon den Teufel gesehen?" Zeugin: „Ja." Präs.: „Wie sah er aus?" Zeugin: „Schaarz." Präs.: „Was nun noch mehr? Du hast einmal getagt, er hätte Pferdefüße und einen Pferdeschwanz gehabt." Zeugin: „Ja."