173 Wir sichen jetzt an den Aussagen des Äirthes CarlBecker und seiner Frau Katharina, welche gemäß frühern Beschlusses jetzt verlesen werden." Karl Becker sagte früher wie folgt: „Meine Frau leidet schon so lange au einer Krankheit, die ich nicht näher bezeichnen kann, welche ich jedoch als Herzschwäche ansah-, im vorigen Winter hatte sie noch die Gliederkrankheit bekommen. Auf ihren Wunsch brachte ich sie am 12. Juti an die Gnadenstelle, wo die 3 Wunderkinder waren. Sie kniete nieder und b tete dort, und glaubte bald nachher, Besserung zu verspüren; darum gefragt habe ich sie damals nicht. Vor mehrern Wochen kam ein mittelmäßig großer, gesetzter Herr mit schwarzem Voll- bart und einem Fehler an einem Auge, wie ich nachher hörte, Dr. Thömes mit Namen, in meine Wirthschaft und kragte derselbe gleich, wie es mit der Heilung wäre und machte Aufzeichnung darüber. Darauf ging er mit mir und meiner Frau in ei i anderes Zimmer und sag'e, ob wir uns nicht in die Z itung wollten setzen lassen, was wir vel»einten. Was er mir vorgelesen, weiß ich nicht mehr. Dann rief er noch beim Weggange mir zu: „Nur ja fest bei der Aussage bleiben!" Die Aussage der Ehefrau Becker lautete: „Vor einigen Wochen kam der Cand. Phil. Dr. Thömes m unsere Wohnung und machte Notizen über meine Heilung, die e,r mir vorlas. Sein Vorschlag, die Heilung zu veröffentlichen, gefiel mir, wurde aber von meinem Manne abgelehnt. Weiter murde Nichts gesprochen, und ob er bei seinem Weg- gange sagte: „„nur ja bei der Wahrheit bleiben!"" weiß ich nicht mehr." — Dann ist die Zeugin nach einigen Wochen nochmal vernommen worden, und heißt es da: „Der Zeugin wurde die Darstellung der doppelten Heilung von ihr und von ihrem Kinde in der Broschüre von Dr. Thömes vorgelesen, und erklärte dieselbe.: Die Darstellung ent- spricht vollkommen d e r W a h r h e i t, d i e S a ch e i st ihm von mir so erzähl morden. .Ich habe jedoch nicht gesag-, mein Kind habe 2 Tage vorher den letzten Krankheitsanfall gehabt. Die betref- fende Aussage des Kriminal - Kommissars v. Meerscheidt-Hüllessem, (welcher den Dr. Thömes auf feinem Gange zu den Eheleuten Becker begleitet hatte) muß aus einem Mtßverständniß beruhen, ich selbst haue auf dem Gange nach Marp. einen Krampsanfall gehabt, was ich dem Dr. Thömes gesagt habe, es kann also verwechselt worden fein;