169 garetha sah die Erscheinung: dieselbe war in schwarzer Kleidung, auch das Jesukind war schwarz gekleidet, Frau Wachter und Margaretha knieten nieder, uin zu beten. Auf Verlangen der Frau Wachter fragte Margaretha: „Können die Soldaten dem Herrn Pastor etwa» machen?" Es erfolgte di'Antwort: „Nein". Dann fragte Margaretha : „Können sie meiner Mutter etwas machen?" Antwort: „Nein". Die Frage, ob dw Soldaten noch lange blieben, ward beantworte „Nein." Die Frage: „wie lange?" wurde nicht beantwortet. Frage: „Smd wir hier sicher?" Antwort: „Ja, aber wartet nicht lange und betet." Frage: „Darf Walters Lisa Euch nicht sehen? Antwort: „Nein." Frage: „Ist ihr Gebet gut gewesen?" Antwort: „Ja." — Die Beiden kehrten zurück urtb sahen die Soldaten auf dem breiten Wege, welcher aus dem Dorfe zum Walde fahrt, heranmarjchiren; nachher kehrten sie wieder zurück, sahen die Erscheinung wieder und gingen dann nach Hause; sie merkten, das; die Mutter Gottes ihnen folge. — Zeugin sagt heute, sie sei daruin mit dem Kinde in den Wald gegangen, weil sie daruin gebeten worden. Präs, erinnert sie daran, das; sie früher gesagt habe, sie sei nur in der Absicht ausgegangen, um aus ihr Kartoffelfeld zu gehen: er warnt sie dringend vor falschem Eide, und fragt dann: „Sind Sie bis zur Stelle gekommen?" Zeugin entgegnet: sie sei eine kränkliche Frau, die Vorfälle hätten sich vor zwei bis drei fahren zugetragen, und Sie erinnere sich nicht mehr genau der Sache: auch als sie von dem Untersuchur-gsrichker ver- nommen worden sei, habe sie schon an Schwäche des Kopfes gelitten. Da die Zeugin auf fernere Fragen des Präs, abermals antwortet, daß sie sich der Sache nicht inehr erinnere, fragt sie der Präs, in strengem Tone, ob irgend Jemand ihr in deir letzten Tagen zugeredet habe, daß sie s o l ch e A n t w o r t e n g e b e n solle, wie sie eben gegeben habe. Die Zeugin antwortet entschieden: „Nein." Auf die weiteren Fragen des Präs, erwidert die Zeugin, das; sie sich nicht mehr genau erinnere. Vertheid. Bachem: „Ich habe den Schlüssel zur Erklärung des arlffallenden Benehmens der Zeugin; ich bitte den Hrn. Präsidenten, die Zeugin zu fragen, ob sie bei dem ersten Verhöre große Aug st gehabt habe, sie könne in Ungelegenheit kommen. Der Präs, liest der Zeugin die am 2. Juni 1877 von ihr gemachten 12