148 Z enge erwidert, daß das Mädchen, als er es gesehen, gehen konnte; ob es früher habe gehen können, das wisse er nicht. , P r ä s.: „Nach einein amtlichen Gutachten des Bezirksarztes Wier- sching in Waldmoor wäre das Mädchen leidend." Zeuge: „Als das Mädchen aus der Kirche kam, war es von einer großen Menge Leute umgeben, und war besonders Pastor Schneider beschäftigt, die Heilung weiter zu verbreiten, und befand sich derselbe fast immer in der Nähe des Mädchens; ob er damit gesprochen, kann ich nicht behaupten." Dr. T h ö m e s: „Ich möchte bitten, an den Zeugen die Frage zu richten, ob ihm nicht heute Nachmittag von irgend einer Seite ein Papier zugegangen sei, daß er so und so aussagen solle." Zeuge verneint dies. Franz Ehses, Kaufmann aus Zeltingen: „Ich war im September 1876 bei der Kunz im Hause, wo ich mit dem Kinde allein war. Auf meine Frage, was in Marp. geschehe, antwortete es zuerst nicht; nachher sagte es, die Mutter Gottes wäre zuweilen blau, weiß oder roth ange- than gewesen, nnd habe eine goldene Krone auf dem Kopfe gehabt, dann hätte sie auch einmal den Teufel gesehen. Dem Kinde habe ich keine Geschenke gemacht." Joseph Mall mann, Kgl. Oberförster in St. Wendel. Derselbe berichtet über die angebliche Wundergeschichte im Urexweiler Walde die Mutter soll dort — so ging das Gerücht — aus einem umgefallenen Baume im Mai 1876 gegen Himmel aufgefahren sein. In Folge dessen hätten die Leute die Rinde als Reliquie vom Baume abgeschält. Julius Schuh, 19 I. a., Bürgermeisterei-Sekretair in Eppelborn: „Ich war zweimal in Marpingen, zuerst am 19. August 1877, an welchem Tage ich im Hause der Kunz war, welches mir der Gendarm Weber gezeigt hat. Es tranken dort sehr viele Leute Kaffee und ließ ich mir auch einige Tassen geben, wofür ich aus freien Stücken 5 Groschen ge- zahlt habe. Tann war ich am 2. September 1877 bei Hubertus im Haus«, wo ein Geistlicher und andere Leute anwesend waren; der Geistliche stellte an das Kind mehrere Fragen, unter Anderm, ob das Wasser an der Kirche so gut wäre, wie das am Brunnen, und dieselbe Wirkling hätte. Das Kind erwiderte: „Ja. im Falle der Noth." Ter Geistliche habe den Finger an die Nase gelegt nnd gesagt: „Ieht liegt der Fall der Noth vor." Nachher bekain ein Jeder von dem Kinde umsonst ein Bilschen»