130 Draht erbeten „für einen Gartenzaun"! später ist ihm der Draht, mit welchem die Stelle im Walde umzäunt war, gezeigt worden, und er fand, daß es derselbe Draht sei. Anna Maria Finkler, Ehefrau von Kuhn. Nach langen Fragen und Antworten saht der Präs, die Aussagen der Zeugin dahin zu- sammen, daß sie ain Abende in den Ort Marpingen, am anderen Tage an die Gnade n stelle gekommen ist, dort ein Kreuz und ein Muttergottesbild gesehen und auch bemerkt hat, das; Geld ge- opfert und von nner Frau mit Erde überdeckt wurde. Dann wurde die Stelle von den Beamten verboten. Die Kinder hat Zeugin nicht gesehen. Nikolaus Kuhn, 38 I. a., aus Neipel, ist der Gatte der vorigen Zeugin. Er sagt, daß er mit seiner Frau schon gegen 9—10 Uhr Abend-, ehe die Stelle verboten wurde, an der Gnadenstätte gewesen. Es hat ein Kreuz da gestanden mit gemachten Blumen, und Kerzen haben gebrannt. Kaulen waren in die Erde gemacht, in welche die Leute Geld warfen. Die rund herum Sitzenden haben das Geld nut Erde zuge- deckt. Die Kinder hat der Zeuge nicht gesehen, auch Niemanden der Umstehenden gekannt. Am anderen Morgen sind Beide nochmals hingegangen; da war eine Masse Leute da. Präs, ruft die vorige Zeugin, welche während der Aussagen ihres Mannes nicht iin Verhandlungssaale war, wieder herein. Es er- gibt sich, daß die Frau hatte sagen wollen, sie sei schon Abends „an den Ort" derErscheinung gegangen, während sie verstände n worden war, sie sei am 1 Abend nur „in den Ort" Märpingen gegangen. Fräulein Gatzen au? Tholey bezeugt, die Leute aus Humes hätten dem Kinde einen Thaler gegeben. Der Blaun gab ben Thaler und die Frau legte ihn auf die Stelle; Kunz hat ihn genommen. Man sagte im Publikum, das Geld sei für Kerzen. Ein Blumentopf, welcher hinter der Erscheinung stehen sollte, fiel nur, Kunz griff nach demselben, um ihn aufzurichten, griff also durch die Mutter Gottes. Verth. Bachem beschwert sich über diesen Ausdruck und wünscht, das; getagt werde: „griff durch die Stelle, wo die Erscheinung sitzen sollte." Z e u g i n G. will auch bemerkt haben, das; die Kinder Freude über den Empfang von Geld empfunden hätten.