122 spieles, daß die vorhergehende Zeugin Blies wegen Verdacht de? Meineids dem Gefangenhause überliefert worden, seine Aussagen wohl zu erwägen und nur bei der Wahrheit zu bleiben. Der Zeuge hält seine heutige Aussage aufrecht mit dem Bemerken, daß er immer die Wahrheit gesagt habe. Gustav Fischer, 36 I. alt, Kaufmann in Ottwnler. Ter Präs, läßt aus der Broschüre des Hrn. Vikar Dicke eine Stelle, welche sich auf Seite 56 befindet, vorlesen, worin gesagt wird: ein Bauer hat seinem Knechte befohlen, aus d.m Härtelwalde Holz zu holen; der Knecht erwiderte, das; die Fuhre zu schwer für zwei Pferde sei, woraus der Bauer gesagt habe, „daun spannen wir die „„Marei"" von Marp. davor"; der Knecht habe gefahren und bei seiner Rückkehr aus dem Walde stürzte zuerst 1 Pferd und verendete und gleich nachher das andere. Das wäre ein Strafgericht Gottes und der Eigenthümer der Pferde habe die Leute bedroht, welche das Strafgericht für wahr halten wollten. Sodann wird eine Stelle ähnlich.n Inhalts aus Seite 63 der Bro- schüre des Hrn. Tr. Thomes verlesen, in welcher es noch heißt daß bei der Sektion keine Spur von Krankheit zu finden gewesen wäre. Präs.: „Nun hätten wir alo den sogenannten „Finger Gottes"' und wollen Sie uns nun nochmals die Historie von den Pferden der Wahrheit gemäß mittheilen." Fischer: „Am 9. Juli schickte ich 3 Fuhren in den Wald, um Hol; abzufahren; Abends kamen nur 2 zurück, und erzählten mir die Knechte, daß 2 Pfelde am Wagen kaput gegangen würnn, die Pferde wären schon im Walde krank gewesen und hätte man sie dort ausspannen müssen; btt der Rückfahrt seien dieselben plötzli.h hingefallen und todt gewesen. Anfangs glaubte ich, die Thüre seien vergiftet worden und ließ daher den Thierarzt Werner kommen, welcher die Magen der Thiere öffnete. Derselbe erklärte mir, die Pferde wären nicht vergif:et und zeigte mir den Magen des 1. Pferdes und sagte m.r: der Magen des Pferdes ist geplatzt, das 2. Pferd nahm er auch vor und zeigte mir auch ein Loch in dessen Magen und sagte, in Folge dessen seien sie kaput gegangen. Da frug ich, wie er sich das erkläre; da sagte er, es fänden sich im Magen der Pferde Rückstände von Kleienfutter und sie wären zu sehr angestrengt worden und dadurch haben sich Gase, die so- genannte Kolik ini Magen befunden und daher sei der Magen zerplatzt.