120 erwähnt habe. — Aus dein 1. Akteuhffte Seite 25 u. ff. wird die be- treffende Stelle verlesen: „Ich (Neur.) bemerkte ihm, das könne nicht „sein, dazu müsse man eine Genehmigung haben. Dann fragte Hubertus, „ob man denn nicht ein Zeichen errichten dürste; darauf wandte ich mich „unwillig ab m't den Worten: „Ach was!" und ging zur Kirche." M a t t h i a s M ü l l e r, Wirth in Berschweiler, wollte an der Gnaden- stelle den Kindern Geld geben, aber diese haben n i ch l s a n g e n o m m e n. Weiteres weift der Zeuge nicht mehr. Wittwe Blies, g:b. Hoffmann, aus Marp., sagt aus: „Am 4. Juli war ich an der Gnadenstelle: die Kinder haben gebetet, beim 3. Vaterunser hat Gretchen Kunz aus Befragen gesagt: „„sie ist noch nicht da,"" später sagte sie, die Erscheinung sei da. Ich habe zu Gretchen gesagt, sie möge fragen, was ihr Begehr fei; Gretchen sagte, es sei ge- antwortet worden, daft eine Kapelle gebaut werden solle, nicht von Holz, sondern von Stein." De Präs, liest ih ^ us de '. Akten. Band 9, S. 610, k. v. vor: „Ich habe keine Fragen i.» die Erscheinung stellen lassen, habe auch keine Antworten gehört lind wei; a ich nicht, wer gefragt h t." Der Präs, bemerkt der Zeugin, daft ffe einmal falsch gesbworen habe. Zeugin antwortet: „Ich habe da? noch nie erzählt, sondern die Sache immer für n ich behalten." Auf die Frage, weshalb sie nicht früher die Wahrheit gesagt antwortet sie: „Ich habe mir die Lache nicht so hoch rmd theuer vo gestellt." Es wird sofort ein Protokoll über diesen Zwischenfall aufgenommen. Ter Präs, diktirt dem Gerichtssekretär folgendes Protokoll: „Zeugin sagte aus : „„Ich war am 4. Juli 1876 an der Gnadenstelle u. s.w. Ich habe selbst durch Marg. Kunz die Frage stellen lassen, ob an der Stelle ein Bild o>er eine Kapelle gebaut werden solle. Ich hörte d e Antwort u'cht, aber das Kind sagte, die Erscheinung hätte geantwortet: „„eine Kapellc"", und hätte dann ohne eine weitere Frage als fernere Erklärung der Er- scheinung hinzugefügt: „„Aber nicht von Holz, sondern von Ltein""' Der ^ber-Prokllrator bemerkt, daft der Präsident sich beim Abfassen des Protokolles geirrt habe; die Zeugin hab.' nämlich nur fragen lassen: ..„Was ist Euer Begehr?"" — na) darauf sei die Antwort erfolgt „„Eine Kapelle"". Es wird nun das Protokoll abgeändert und unterschrieben. Tie Zeugin wird wegen Verdacht des Meineides, verhaftet.