114 Aussage der Andrä richtig ist, mit welcher ja das Gespräch barmo- nirt, welche- nach der Aussage der Grady am 6. zwischen ihr und Andre stattfand, dann ist gar nichts Anfallendes, da ja dann die Andre und Dubitscher am 5. bei ihrer Anwesenheit in Urexweiler noch gar keine Kunde von der Cache hatten. Vernehmung der Eheleute Kirsch. Ein Kind der Eheleute Kirsch sollte wunderbar geheilt sein; Dr. Vrauneck in St. Wendel erklärte den Vorgang für einen ganz natürlichen; dagegen erschien in den Blattern eine von den Eheleuten Kirsch ergangene Erklärung vom 13. Aug. 1876. Der Vater Jakob Kirsch tritt als Zeuge vor; der Präsident fordert, um nicht so laut reden zu müssen, den Zeugen auf, sich näher zum Richterkollegium zu stellen; die beiden Vertheidiger stellen sich auch oben hin. Der Zeuge hat früher, als eine Untersuchung gegen ihn als Beschuldigten wegen dieser Erklärung geführt wurde, erklärt, er selbst habe den Artikel gemacht; heute erklärt Zeuge, er habe ihn g e s ch r i e* b e n. Der Beschuldigte Pastor Schneider gesteht zu, daß er der Ver- fasser des Artikels sei. Der Präs. rügt den Beschuldigten Schneider, daß er ohne Erlaubniß gesprochen; er könne es aus den Akten erweisen, dass Schneider der Verfasser sei. Es wird ein aus Trier datirter, im Hause des Herrn Schneider gefundener Brief verlesen, in welchem nach Art eines juristischen Gutachtens die Ansicht ausgesprochen und begründet wird, daß der Empfänger des Briefes wegen des in Rede stehenden Artikels nicht gerichtlich belangt werden könne; die Unterschrift unter dem Briefe ist unleserlich. Ferner wird ein Brief des Pastors S ch n e i- der an Kaplan Dicke verlesen, welcher bei letzterem gefunden worden ist; in demselben kommen die Worte vor: „Eine Untersuchung hat nicht stattgefunden; der Doktor scheint sich eines Besseren besonnen zu haben; wie schwer ist er blamirt!" In dem Briefe wird ferner Folgendes er- zählt: „Die Lehrerin Andr«, welche versetzt worden, habe eine Reise nach Trier zum Herrn Regierungspräsidenten angetreten, und habe nicht vorgehabt, an demselben Abende wieder in Marpingen zu sein; nun aber hätten die Kinder geweissagt, die Lehrerin werde den Mann in Trier nicht treffen, werde an demselben Abende zurückkehren und ihre Versetzung werde keine dauernde sein; die 2 ersten Punkte seien eingetroffen und der letztere durch den Rcgierungsrath Kellner in Aussicht gestellt worden. Betreffs der Heilung des damals 7'/, Jahre alten Kindes sagt