102 Prüf, liest eine Stelle aus der Broschüre non Cramer vor, in welcher derselbe auf kleine Widersprüche in den Aussagen der Kinder aufmerksam macht und überhaupt große Vorsicht emvftehlt. In Cramer'- Broschüre gehe diese Bemerkung unmittelbar der Geschichte vom „guteir Jakob" (dem krankn: Kinde) vorher, das habe ihn (Ticke) doch bedenklich machen müssen. — Ticke bemerkt, über die Kinder habe er sich selbst ei,: Urtheil gebildet. — Verth. Bachem will sprechen. — Ter Präs, will ihm nur zu einer faktischen A u f k l ä r u n g das Wort gestatten. Verth. Bachem: „Der Hr. Präsident hat gesagt, die Sache vom „„guten Jakob"" sei von Belang für die Beurtheilung der Glaub- würdigkeit der Kinder; nun aber sind es gar nicht die Kinder geivesen, welche gesagt haben, daß Jakob am 11. gesund gewesen su; dies ist nur von den Schriftstellern behauptet worden." Präs, fragt den Tr. Thö nies nach der Quelle seiner Geschichte über den „guten Jakob". Dr. Thömes: Diese Sache habe sich 3—4 Tage vor seiner An- kunft in Warp, zugetragen; er habe erst in St. Wendel davon gehört und habe damals Nichts darauf gegeben; in Marp. habe er sich die Sache von Pastor Neur. ganz ausführlich erzählen lasten. Das Gehörte habe er in seiner Broschüre nur kurz und rein sachlich dargestellt; er habe sich vorgenommen, gewissenhaft die Begebenheiten darzustellen, und bei seiner rein chronologischen Darstellung habe er, durch seine Piäven- tiv-Flucht gehindert, die Dinge nur bis zum 13. Juli genau prüfen können. Uebrigens werde dadurch, taß das Kind schon früher krank ge- wesen, an dem Charakter der Prophezeiung Nichts geändert. Pastor Neur.: So viel er sich erinnere, habe er zuerst die Er- zählung der Kinder gehört; dann erst habe ihm die Mutter gemeldet, daß da^ Kind krank sei; daß es bereits am 11. Sept. krank gewesen, habe er nicht gewußt; in dieser Aufeinanderfolge habe er die Sache den schriststellernden Herren erzählt; bei der Frau Schnur habe er sich nicht darnach erkundigt. Präs.: Es wäre doch ein sonderbarer Streich von einem Engel,, zu sagen, daß ein gesunder Mensch sterben solle; darum mußte er aller- dings verbieten, Mitteilung davon zu machen. Pastor Neur. sagt, es sei den Kindern verboten gewesen, das den Eltern des betreffenden Kindes zu erzählen. Tr. Thömes bemerkt noch, daß in Marpingen ein gewisser Fuchs