56 —» sandte. Er sprach die Hoffnung aus, es werde im Walde bei Mar- pingen nicht eine Kapelle, sondern eine Kirche oder ein Dom erbaut werden. Präs.: „Zeuge! Was ist aus dem Gelde geworden?" Zeuge: „Ich erhielt es kurz nachher wieder zurück, mit dem Bemerken, es sei keine Verwendung dafür da. Später war ich persön- lich in Marpingen und habe den Herrn Pastor aufgesucht, und habe ihm wieder Geld airgeboten, d a s e r a b e r d u r ch a u s n i ch t a n n a b m." Die Eheleute Dörr haben in der Nr. vom 17. August 1876 in der ,Saar-Zeitung' folgende Erklärung veröffentlicht: „Ich unterschriebener Peter Dörr, Bergmann zu Humes, erkläre hiermit der Wahrheit gemäß, daß mein Kind Jakob Dörr seit Monat März 1875 bis Oktober des- selben Iihres ununterbroch m krank ivar. Von da ab wurde dasselbe in Folge seiner Krankheit krumm, es konnte weder gehen noch stehen und hatte Schmerzen halber viel zu leiden, indem alle ärztlichen Kon'ultationen fruchtlos blieben. Erst am 11. Juli d. I. an welchem Tage mein Kind an Ort und Stelle der Muttergotteserscheinung zu Marpingen ge? bracht wurde, ist dasselbe, nachdem es den Ort, wo die Füße der Mutter Gottes ruhten, berührt halte, genesen, so daß dasselbe nunmehr g eh en und stehen kann, was es früher nicht vermocht hatte. Mein Kind war, als es seine Gesundheit durch ein Wunder plötzlich erlangt hatte, voller Freude. Im klebrigen behauptet mein Kind, die Erscheinung zweimal im iveißeir Kleide gesehen zu haben. Humes, den 15. August 1876. Peter Dörr." Es wird aus den Broschüren von Dr. Thümes und Kaplan Dicke der Hergang der Heilung mitgetheilt. Darnach hat das Kind sich nach der Heilung in der Nähe des Marienbrunnens ganz allein hinge- stellt, die Arme auseinandergespreizt und gerufen: „Ich bin geheilt!" Die Eheleute Dörr bestätigen unter Eid diese Aussage. Durch Fragestellung werden die Berichte wie folgt ergänzt: Anfangs wurde es behandelt durch den Arzt Dr. Tschimmeck in Illingen; „derselbe hat dem Kinde Medizin gegeben und den Kops geschüttelt." Nach Aussage des Mannes hat es anfangs die Medizin angenommen, später aber nicht mehr; die Frau, eingehend darüber gefragt, weiß sich nicht mehr genau zu erinnern, ob es die Medizin immer genommen; der Herr Präs, äußert, die Thatsache, ob das Kind Medizin annahm oder nicht, sei doch eine so wichtige, das; sich die Mutter des kranken Kindes jeden-