30 folgenden Tag kam der Kaplan schütz von Ottweiler ja mir und fragte mich aus; ich sagte, ich wisse nichts Zuverlässiges, aber ich schlug ihm vor, ich wolle mit ihm nach Marpingen gehen, um uns zil erkundigen." Präs.: „Sie haben aber in die .Germania' einen Artikel geschrieben ?" S ch w.: „Majunke schrieb mir, in der „Köln. Zig.' sei behauptet, ick wollte eine Erscheinung gesehen haben, und er bat mich um Auf- klärung ; zugleich wünschte er auch überhaupt über die Marpinger Er- eignisse Auskunft." — Ter Artikel der ,Germ.' wird verlesen; in dem- selben erklärt Schwaab, er habe im Dirminger Walde keine Erscheinung gesehen, sondern es sei auf einem Spaziergange, den er in Begleitung eines Bekannten und seines Hundes gemacht, sein Hund durch einen herabfallenden Ast erschrecke, und das sei durch Erdichtung vergrößert worden. Allerdings sei ihnen eine Frau begegnet, aber er habe diese nicht für eine Erscheinung gehalten. Im zweiten Theile erzählt Schwaab die Aussagen der Kinder über die Erscheinungen und das Anrücken des Militärs. Präs.: „Die Rinde jenes Baumes ist abgeschabt morden, weil man denselben als etwas Besonderes ansah. Sie haben im Artikel gesagt, es seien viele Wunder passirl?" Schw.: „Es wurde mir ein geheiltes Kind gezeigt; auch Reckten- wald sollte geheilt sein; Frau Tenzer aus Urexweiler sagte mir, sie sei geheilt. Ich habe an die Erscheinung geglaubt, weil Pastor Neureuter daran glaubte." Präs.: „Sie sollen gesagt haben: „„Wir wollen der Bchörde ein Schnippchen schlage,."". Schw.: „Nein." Neck teil wald wird vernommen und sagt: „In Folge der Feld- züge von 1866 und 1870—71 bin ich erkrankt. Nach der Rückkehr in die Heimath habe ich gearbeitet, mußte aber sehr oft mich als krank behandeln lassen. Der Knappschaftsarzt hat erklärt, ich sei krank. Ich hatte viele Schnierzen, meine Glieder wurden zusammengezogen." Präs.: „Hat nicht der Arzt Ihnen gesagt, daß Sie auf der Besse- rung seien und ausgehen müßten?" R.: „Der Arzt hatte meiner Frail gesagt, ich hätte düfelbe rheu- matische Krankheit wie Fürst Bismarck. Ich habe meinem Vater da- mals gesagt, daß ich glaube, sterben zu müssen. Ich konnte mich aber im Freien bewegen und ich bat den Arzt um die Erlaubniß dazu. —