29 Pastor Eich, bezüglich der zweiten gegen ihn erhobenen Beschul* digung vernommen, erklärt: „Am 5. Juli 1876 bin ich nach Marp. gekommen, wo die angeblichen Erscheinungen bereits eine große Auf- regung hervorgerufen halten. Auf Neur.'s Frage, was ich von der Sache halte, habe ich erwidert: „„Ach, es wird wohl nur Kinder- geschwätz sein."" Am 13. Juli bat mich N. brieflich, doch zu ihm zu kommen und mit ihm zu berathen, was zu thun sei, da die Sache größere Dimensionen angenommen habe; ich ging sofort hin. N. war nach Als- weiler gegangen, ich ging ihm entgegen und traf ihn mit noch zwei anderen Geistlichen; wir sprachen über die Sache, und schlug ich ihm vor, in den Wald zu gehen, um das Verhalten der Menge zu beobachten. Er ging nicht darauf ein, wie er nicht für die Sache thätig sein wollte. Wir sprachen weiter darüber, wie sich N. nun am besten dabei verhal- ten solle, wobei ich fayte: „„Das Ganze ist bereits eine öffentliche An- gelegenheit geworden, und bei der hetitigen Zeilströmung könnte jede Un- orditung Dir zur Last gelegt werden; es ist nothwendig, zunächst jeder Unordnung zusteuern; sodann mußt Du die Leute am Sonntag ermahnen, doch ja nicht zu voreilig an die Sache zu glauben; endlich mußt Du die Kinder nachhaltig und vorsichtig beobachten"". — Der Präs. nickt beifällig bei diesen Erklärungen und sagt, dieselben seien durchaus ange- messen gewesen. — „„Als Pilgerzüge durch Heusweiler kamen"", fährt Besch, fort, „„habe ich meine Psarrkinder eindringlichst darüber belehrt, daß von der Möglichkeit bis zur Wirklichkeit der Wunder ein weiter Schritt sei."" Präs.: „Das war sehr vernünftig. Ist Ihnen bekannt, daß N. die Kinder auch beobachtet hat?" — Eich: „Ja, so viel als er unter den obwaltenden Verhältnissen dies thun konnte." — Präs.: „Haben Sie auch Wasser verkauft oder an Andere abgelassen?" — Eich: „Nein." Pastor Neur.: „Bei den überstürzenden Maßregeln der Behörde war es mir unmöglich, die Kinder länger sorgfältig zu beobachten." Beschuld. S ch w a a b: „Ich bin im Juli nach Marp. gefahren." — Präs.: „Mit wem?" — Schw.: „Mit Jemand aus Urexweiler und meiner Haushälterin." — Präs.: „Dieselbe hatte wohl kur; vorher bei einer Hebamme ihre Niederkunst gehalten?" — Schw.: „Dieselbe halte Bekanntschaft hinter meinem Rücken gehabt, ich wußte nichts da- von...." — Präs.: „Also was sahen Sie im Walde?" — Schw.: „Drei Kind.r waren mit Kranken da; es war ein Kreuz dort, ivelches mit einem Zaune umgeben war. Ich fuhr nur zur Unterhaltung. Am