13' — Der Beschuldigte erzählt: „Neureuter sagte mir, es sei ihm wichtig, zu wissen, was die Leute im Härtelwalde thäten; ich rieth ihm an. nicht selbst hinzugehen, und bol ihm an, ich selbst wolle hingehen; darauf forderte Neureuter mich auf, sofort, noch ehe ich zu Nacht gegessen, hinzugehen, weil zu befürchten stehe, daß am selben Abend noch Soldaten kämen. Der Beschuldigte erwiderte dem Pastor N., dazu sei ja gar keine Veranlassung, weil ja nicht die geringste Unordnung vorgelonimen sei. Der Präsident liest aus den Untersuchungsakteil vor, daß Pastor Eich früher in einem von ihm unterschriebenen Protokolle ausgesagt habe: „Wir haben um 9 Uhr Mili'är erwartet; das Militär kam an, (he wir es erwartet batten." Der Beschuldigte bleibt dabei, daß seine heutige Aussage genau sei; daß er könne vielleicht gesagt haben, inan hat... erwartet, folglich der Wortlaut des Protokolls ungenau abgefaßt sei. Er fährt fort: „Ich hatte dem Pastor Neureuter gesagt, wenn Exzesse vorkämen, würden sie ih.u zur Last gelegt werden, darum solle er am nächsten Sonntage die Leute belehren, unterdessen die Kinder beobachten. Nerrr. entgegnete: „„Ich Halle es für gu', rnich reservirt zu halten."" — Um nun dem Pastor berichten zu können, ging ich mit den Herren Pastor Schwaab und Kapl. Schütz zur Quelle; die Leute beteten; rch sagte, wir wollten mitbeten, dainit die Mutter Gottes uns gebe was uns nütz- lich sei." Auf Befragen des P rüsid. gibt der Besäuldigte zu, daß das bekannte Marienlied, in welcheui die Strophe vorkommt: „hils' daß uns kein Feind kann schaden", gesungen worden sei. Betreffs der Haupt- sache, der gehaltenen Rede gibt der Beschuldigte zu, daß er felgende Worte gesprochen habe: „Hütet euch vor jeder Uno:dnung, damit Nie- mand etwas Böses uns nachsagen kann; und nur dann, wenn gar itichts Tadelnswerthes vorfällt, tvird euch der liebe Gott belohnen für die Ver- ehrung, welche ihr hier der Mutlergottes erweiset, und für den Dienst, welchen ihr derselben erzeiget." — Die ihm in der Anllage zur Last er- legten Worte gesprochen zu haben, wird vom Beschuldigten auf das Ent- schiedenste bestritten. Beschuldigter Karl Altmayer, Kommunalsörster in Winterbach, bis- her noch nicht bestraft. Präsident: Die Beschuldigung gegen Sie geht dahin, daß Sie am 13. Juli 1876 zu Marpingen als Theilnehmer an einer aus öffent- lichem Wege stattgefundenen Versammlung nach dreimaliger Aufforderung der Behörde sich nicht entfernt haben.