7 Sept. 5. Die Kgl. Negierung zu Trier verfügt, das; zur Bestreitung der Unkosten von 4000 JL für Einquartirnng in Marp. 115 Prozent der direkten Staatssteuern erhoben werden sollen. 11. Vorgesicht: Kinderprozession. Der „höchste Engel" theilt den baldigen Tod „des guten Jakob" mit. (S. 10.) 20. Die 3 Kinder werden von dem Friedensrichter Gatzen in Tholey vernommen. Okt. 1. Verhör der 3 Kinder durch den Untersuchungsrichter Ne meló. — Ankunft des „Irländers" in Marpingen. 11. Haussuchung in Marp., Alsweiler, Urexweiler und Heusweiler. 13. Der Irländer entpuppt sich als Geheimpolizist. 27. Verhaftung des Pastors Neureuter. — Der „Irländer" nimmt ein Protokoll über die Aussage der Marg. Kunz auf; dasselbe wird „verklext": das Kind unterschreibt ein neues, ohne es zu lesen. 30. Verhaftung des Pastors Schneider. ; 1. Niki. Ames, Ml. Leist, Jak. Leist und Joh. Jak. Klotz* werden in Haft genommen (bis zum 16. Noo.). Nov. 1. Der Geheimpolizist verhört alle weiblichen Personen von Mp. darüber, wer das Kreuz ausgerichtet habe. 6. Der Bürgermeister Woytt untersucht die Kasse des Pa' ors Neur. Die 3 Kinder werden vom Vormundschaftsgericht in St. Wendel verurtheilt „wegen groben Unfugs". 7. Der Wald wird frei gegeben, aber nach 3 Tagen wieder gesperrt. 9. Uebersührung der 3 Kinder in das Mariannen-Jnstitnt in Saarbrücken. Bis dahin waren sie 14 Mal verhört worden. 13. Prinz Radziwill in Marpingen. 16. Die am 31. Oktober verhafteten 4 Männer werden entlassen. 26. Frau Kunz u. Frau Hubertus wollen ihre Kinder im Ma- riannen'Justitut besuchen. 29. Referendar Dr. Straus; reist mit Margar. Kunz über Schiff- weiler nach Marp. — Unterredung der Kunz mit Pastor Rath. — Zusammentreffen der Kunz mit ihrer Mutter. 30. Das Landgericht zu Saarbrücken hebt das Urtheil gegen die 3 Kinder auf. Dez. 1. Pastor Neureicher und Schneider werden entlassen. 3. Frau Riemer bereitet sich zu einer Reise in die Besserungs- Anstalt in Metz vor i Marg. Kunz fürchtet, sie werde dort unter- gebracht i nach Aussage der Frau Riemer (S. 63) hat Kunz dann gesagt, alle ihre Aussagen über die Erscheinungen seien erdichtet. 12. Die 8 Kinder werden ans dem Mariannen-Jnstitnt entlassen. 13. Der Oberpräs. gibt auf die Beschwerde des Gemeinderaths gegen die Erhebung der Unkosten einen ablehnenden Bescheid. 14. Verordnung des Bürgerm., wodurch alle Prozessionen, Wall- fahrten u. Bittgänge zum „Gnadenbrunnen" verboten werden. 18. Erklärung des Pastors Neureuter, das; von einem Widerruf der Kinder keine Rede sein könne.