Bcloldung bewilligt. Erft im Jahre 1898 wurde ein Gemeindcpfleger für die männlichen Kranken der Gemeinde angcftellt. Im Jahre 1861 wurde aut den Antrag des Dr. Sdimidtborn die kirdi- liche Armenpflege in der Gemeinde cingeführt und die Einrichtung einer Hiltsdiakonie befdiloffen, an der fidi mehrere Mitglieder der Ge- meinde freiwillig beteiligten, die im Anfang des folgendes Jahres aut ihr Amt verpfliditet wurden. Das Diakonat feilte Verbindung mit dem Frauenverein und dem Verein zur Unterbringung verwahrlofter Kinder halten. Die Küngclbeutelgeldcr wurden zum gröhten Teil dem Diakonat zur Verwendung überlaffcn. Es wurden zwei Diakone und einige Hilfs- diakonc vom Presbyterium gewählt mit vierjähriger Amtsdauer, fodaf^ alle 2 Jahre die Hälfte auslchied, aber wiedergewählt werden konnte. Von befonderer Bedeutung für die Gemeinde war die Gründung zweier wohltätigen Anhalten, des Vcrforgun gshau f es und des Siechen- haufes. Da das Bürger-Hofpital feinen früheren Charakter als Ver- forgungshaus verloren und fidi zur Krankenheilanftalt entwickelt hatte, fo war für erwerbsunfähige und hilflofe alte Leute nidrt mehr geforgt. Am 10. Juni 1850 veröffentlichte Pfarrer Römer in der Saarzeitung unter der Uberfchrift „Was fehlt uns nodi?“ einen Aufruf zur Gründung eines Verforgungshaufes für allcinftehende, mittellofe alte Leute, und daraufhin fdrenkte der Rentner Georg Philipp Korn zu Saarbrücken der evangelifdien Pfarrgemeinde diefer Stadt fein an der alten Melker Strafe gelegenes Haus nebft Zubehör zur Gründung einer Verforgungs- Anftalt für altcrsfchwadre und arbeitsunfähige Einwohner von Saar- brücken ohne Untcrfchied der Konfeffion. Diefe Stiftung wurde im folgenden Jahre von der Regierung genehmigt und durdr Vermädit- niffe des Stifters und feiner Ehefrau im Betrage von 30 000 Mk., fowie durch andere Gaben in ihrem Beftand gefidrert, Kommerzienrat Georg Schmidtborn in Frankfurt a/M. fchenktc ebenfalls 50 000 Mk., fodaf^ im Jahre 1869 bereits ein Kapitalvermögen von 96 000 Mk. vorhanden war, das fidi bis zum Jahre 1892 auf 180 000 Mk. vermehrte. Dem Verforgungshaufe kam auch das Vermächtnis der 262