Schon i. J. 1847 war der Plan getagt worden, die Schlo^kirche im Winter zu erwärmen, aber cs war nicht zur Ausführung gekommen. Im J. 1855 erboten lieh mehr als 90 Jungfrauen der Gemeinde die Mittel zu diefem Zweck, auch zur Erleuchtung der Kirche beim Abend- gottesdienft zu fammeln. Im Jahre 1862 wurde die Schlofjkhche befonders an der oberen und unteren Langieitc erneuert, außerdem zur Trockenlegung der Kirche ein Luftzugkanal an der oberen Langfeite angelegt. Die Mittel wurden durch Sammlung bei den Gemeindemitgliedern aufgebracht. Befondere Verdienfte erwarben fich Dr. Schmidtborn und Rechnungsrat Weil^bom. Als Gefchenkgeberin wird befonders Frau Kommerzienrat Schmidtborn in Frankfurt a. M. erwähnt. Außerdem wurde die jähr- liche Gemeinde-Umlage für die nächften drei Jahre auf 1600 Taler erhöht. Im Jahre 1868 wurde dem Dachdecker Jabob Zorn der Dank des Presbyteriums für die unentgeltliche Ausbefferung des Daches der Sdüoljkirdie ausgefprochen. Im folgenden Jahre lüftete ein Mitglied und ein ehemaliges Mitglied der Gemeinde je ein farbiges Glasfcnfter für die Kirche. Im Jahre 1870 entwarf der Bauinfpektor Lieber (der Erbauer des Winterbergdenkmals) einen Plan zur itilgerechten Hcritellung der Schloljkirche. Das Presbyterium befchlof? zunächft die beiden Fenfter nach dem Hofe mit dem durch die Schenkung der neuen Chorfenfter entbehrlich gewordenen farbigen Glafe auszuftatten. Herr A. Wilkens erbot fich, die Koften zu tragen, was mit Dank angenommen wurde. ln demfelben Jahre legte der Direktor der Bergichule Dr. Römer, der zu der größeren Gemeindevertretung gehörte, einen Plan zur Erwärmung der Schlo^kirche durch eine Luftheizung vor, der von der Gemeinde- vertretung angenommen wurde. Die Mittel feilten teils durch eine Sammlung, teils durch eine Umlage aufgebracht werden. Der Plan wurde von dem Bauinfpektor Lieber geprüft und gutgehei^en. Die Koften der Herftellung wurden auf 648 Taler angefchlagen; während 192