höjt werde. Eine Abichrifl diefes Belchluifes follte der Sladtverord- ncten-Verfammlung von Saarbrücken mitgeteilt werden. Im Jahre 1876 wurde befchloffen, dalj von gemilchten Brautpaaren fortan nur noch ein mündliches Verfprechen über die cvangelifche Kindererziehung verlangt werde. Im Jahre 1883 wurde ein Verzeichnis der gemilchten Ehen autgeftellt und befchlolfen, dafi künftig für jede Presbyterialh^ung die gemilchten Ehen einen flehenden Gegcnftand der Verhandlung bilden folltenT damit jedes Mitglied des Presbyteriums dadurch veranlagt werde, feine Er- fahrungen nnd Beobachtungen über diefen Punkt milzuteilen. In den Jahren 1907 und 1908 wurde wiederholt von dem Presby- terium ßefdiwerde über die Ausdehnung der Fronleichnamsprozeffion auf die der katholifchcn Kirche benachbarten Strafen erhoben. Im Jahre 1894 legte das Presbyterium Verwahrung ein gegen die Beauffichtigung der evangelifchen Volksfchulen durch einen katholifchcn Schulrat. Im Jahre 1896 trat das Presbyterium dem Befchluh der Synode Kreuznadi bei, dalj alljährlich von der Kanzel eine Bekanntmachung über die geichloffenen Mifchehen und die religiöfc Erziehung der aus diefer Ehe hervorgegangenen Kinder erlaffen werde. Im Jahre 1903 befchloh das Presbyterium, durch die Kreislynode die Generalfynode zu erfuchen, mit allen ihr zu Gebote flehenden Mitteln dahin zu wirken, dafi der § 2 des Jefuitengefehes (der die Nicderlaffung von Jefuiten in Dcutfchland verbot) nicht aufgehoben werde, „damit nicht in unter von politifchen und konfellionellen Kämpfen ohnehin fo zer- riffenes Volk durch das Eindringen diefer gelchworenen Feinde der evangelifchen Kirche und des deutfehen Reiches, diefer von der Ge- fchichte gebrandmarkten Störer des konfellionellen Friedens und der Einigkeit der Völker, ein neues Moment des Haders und des Zwiftes eingeführt werde.“ 137