186 Nachdrucks wegen auch mit der Hand, welche von einer preußischen Kugel durchbohret wurde. Da hierdurch die Gegenwart der Preu- ßen ad manus demonstrirt war, so zogen sich die Franzosen zu- rück, und die Stille folgte auf den Sturm. den 16ten November. Fast sollte man glauben, daß die unablässigen Neckereien der französischen Tirailleurs endlich die Galle der Deutschen erregt haben und daß sie anfangen wollen weniger sparsam mit ihrem Pulver, weniger besorgt für ihre Haut zu sein. Heute haben sich ihre Jäger und Flanqueurs in größerer Anzahl sehen lassen und weiter als jemals gewagt: das Feuer aus kleinem Gewehr dauerte ohne Nachlaß bis in die dunkle Nacht. Nicht so angenehm als dieses war uns die Nachricht, daß der von den Preußen meditirte grand Coup fehlgeschlagen war und was das schlimmste ist, durch ihre Schuld. Solcher sollte der Festung Bitsch gelten, welche mit Einverständnis einiger Einwohner der Stadt und unter der Gar- nison im Schloß überrumpelt werden sollte. So unbegreiflich die Nachlässigkeit, vielleicht auch das Unvermögen der Franzosen war diesem Vorhaben, welches ihnen seit dem 12 len nicht unbekannt war, Hindernisse entgegen zu setzen oder es zu vereiteln, so unbe- greiflich ist mit dem gelindesten Namen genennt, wenn wir anders den Erzählungen der Franzosen Glauben beimessen wollen, die Sorglosigkeit gewesen, womit die Preußen zur Ausführung schritten, die alles so gewiß, als es abgeredet war, erwarteten und auf keinen möglichen widrigen Zufall rechneten. Die zu diesem Ueber- fall bestimmten Truppen kamen glücklich und unentdeckt vor dem einzigen Thor der Festurlg an, die übrigen stiegen durch den unterirdischen Gang, der aus der Stadt in die Festung führt und oben in derselben nur mit einer Thüre verschlossen ist. Diese Thür sollten die Preußen offen finden, die dadurch eiugedrungenen Truppen das Thor eröffnen und die übrigen einlassen, da dann die schwache Garnison bald übermannt gewesen wäre. Aber zum Unglück war die Thüre des unterirdischen Gangs verschlossen.