Vorrede. Ich hatte in der Vorrede des ersten Bändchens meinen Sub- scribenten versprochen, daß das zweite auf Pfingsten abgeliefert werden solle. Ohne meine Schuld ist solches nicht geschehen; Ur- sachen, welche dieselben vielleicht mit geringerm Mißvergnügen als ich selbst in dem ersten Bändchen bemerket haben, nöthigten mich, eine bessere Druckerei zu wählen. Ich nahm dabei Rücksicht auf eine vom Kriegsschauplatz entferntere, vermeintlich sicherere Lage. Einige Bogen waren gedruckt, und nun drangen die Franzosen in Deutschland vor und machten die Fortsetzung des Drucks unmög- lich. Ich bedarf wohl nicht mehr als dies zu meiner Entschuldi- gung anzuführen, daß ich erst jetzt mein Versprechen erfülle. Diese Verzögerung hat aber mir den Vortheil gebracht, daß ich mit freierm Muthe dieses zweite Bändchen dem Publi- kum vorlegen kann als sonst vielleicht geschehen sein würde. Mich hat der Beifall vieler edel und patriotisch gesinnter Deut- schen für meine Arbeit belohnt, aber auch — freilich nicht unerwartet — das nämliche Schicksal betroffen, welches den wenigen deutschen Schriftstellern, die es gewagt haben das Betragen der Franzosen in seiner wahren Gestalt zu schildern, von einer andern Seite ohne Ausnahme zu Theil geworden ist: man hat mich der Uebertreibung, man hat mich beschuldigt, daß meine eigenen Leiden und der Mangel an Gelegenheit das Betragen der Franzosen mit dem anderer Kriegsvölker zu vergleichen mich in meinen Urtheilen