104 und Duttweiler sind weg und letztere gegen St. Ingbert, um das L. dasige Corps zu verstärken, abgegangen^ ein Umstand, den ich benutze, um Ihnen noch einmal zu schreiben und Ihnen meine beiden vorigen Briefe zu übersenden. Die Verwirrung unter den Franzosen in der Stadt ist unbeschreiblich, alles lauft unter und wider einander, und wir ergötzen uns nicht wenig an ihrer Be- stürzung und an ihren vergeblichen Bemühungen ihre Furcht zu verbergen. Doch auch in diesen kritischen Augenblicken verläßt sie ihre Raubbegierde nicht. Archier ließ uns heute noch unser Heu entwenden, so viel davon weggebracht werden konnte. Doch soll der gänzliche Mangel an Fourage im Lager die Ursache da- von sein. Morgen ist also der Tag, der unser Schicksal entscheidet. Ob wir ihn überleben werden, ist ungewiß, denn unsere Lage ist nicht die angenehmste, wenn die Franzosen sich in den Städten verthei- digen sollten. Was aber auch geschehen mag, — wenn eine französische oder deutsche Kugel, Haubitze, Granate oder wie das Mordzeug alle heißt, meinem Leben ein Ende machen sollte, so sein Sie überzeugt, mein Theurer, daß ich als Ihr Freund, als ein Deutscher sterbe. Leben Sie wohl! Leben Sie wohl! Leben Sie wohl! Ende des ersten Bändchens.