85 um, ohne daß ein weittönendes vive In réplique! erschallet, j Wer es hört ohne die Ursache zn wissen, sollte meinen, die gefürchteten Preußen seien bereits wieder in Berlin angelangt. Wir wollten ihnen diesen Zeitvertreib gerne gönnen, wenn sich nicht auch damit eine Neigung noch nebenher Vortheil zu ziehen bei ihnen verbände. Aber sie sehen die Rudera unserer Hänschen, die Strünke unsrer Bäume, die Steine von unsern Gartenmauern und unsre Zaunpfähle als ihr Eigenthum an und bauen sich Wohnungen davon, so daß mancher sein Häuschen auf eine halbe Stunde weit transplantirt in dem Lager wieder aufgebaut sieht. Manche fürsichtige Gartenbesitzer haben diesen Verlust dadurch zu vermeiden gesucht, daß sie ihre Gartenhäuser und Zäune selbst ab- gerissen und die Reste nach Haus haben bringen lassen. Allein - dies geht nicht ohne heftigen und thätigen Widerspruch der Sol- daten ab, welche dieses alles als Eigenthum ansehen. Ich habe mit eignen Ohren gehört, daß ein Franzos, welcher das Gesinde eines meiner Freunde in dessen Gegenwart mit einer solchen frei- willigen Verstörung beschäftigt sah, zu einem andern mit dem höchsten Grad des Unwillens sagte: Voila des B . , . qui nous Yolent nos planches & nos pallisades! Courons fus! Ihre Verstörungssucht äußert sich aber nicht allein an diesen Gegenständen. Zum Haupttummelplatz derselben haben sie sich die beiden Lustorte Ludwigsberg und Monplaisir ausgewählet. Da ist nunmehr beinahe alles vernichtet. Die Unsicherheit und Diebe- reien haben die Verwalter genöthigt solche zu verlassen, Thüren, Boden und alles Holzwerk ist ausgebrochen und ins Lager ge- führet. Alles Gehölz, alle Obstbäume, Heegen und die herrlichsten Alleen sind abgehauen, und die Franzosen flechten die Brustwehren an ihren Batterien damit aus und errichten sich Hütten davon. Nichts ist übrig als ein wenig kleines Gebüsch. Empfindlich ists uns dieses zu sehen, zu sehen, daß solche herrliche Anlagen aus bloßem Muthwillen zerstöret werden. Denn Bedürfnis zwingt die Franzosen nicht dazu, da sie Holz, Bäume und Stangen mit eben so leichter Mühe aus den nah- und näher gelegenen Waldungen holen könnten. Empfindlicher noch ist es uns, weil diese Oerter nicht, wie es wohl hier und da zu geschehen pflegt, ausschließend