71 ist gänzlich und auf die schändlichste Art ruinirt worden. Daß dieses absichtlich geschah, ist gar keinem Zweifel unterworfen. Die unnöthige Ausdehnung des Lagers beweist solches, und eine Ecke Feld, welche nicht occupirt war, mußte die ganze Armee beim Ab- marsch mit der Artillerie und dem ganzen Bagagetrain durchziehen und das Getreide ebenfalls verderben, ohngeachtet solche bequemer auf der nebenherziehenden Chaussee hätte marschieren können. Da überdies kein Feind in der Nähe ist und also nicht nöthig war eine sichere Position für das Lager zumal blos für eine Nacht zu wählen, so hätte die Armee gar füglich und wegen der Nähe des Wassers weit bequemer auf den geräumigen Wiesen an der Saar kampiren können. Unsere Hoffnung zur Ernte ist also völlig ver- eitelt, und der traurige Gedanke, wo werden wir Brod hernehmen, trübt unsere Seele, da auch der ganze Saarbrücker Bann durch die auf den Anhöhen postirten Truppen, den Artilleriepark, die Fuhrknechte und die französischen Bauern aus den benachbarten Dörfern schon lange verheeret ist und nach den bekannten Dekreten des Nationalconvents aus dem benachbarten Lothringen keine Früchte bei Lebensstrafe aus und uns zugeführt werden dürfen. Das Wehklagen der hiesigen Bürgerschaft ist außerordentlich, und zur Ehre der Franzosen sei es gesagt, der größte Theil der gemeinen Soldaten mißbilligt diese Schandthat öffentlich und nennt solche bei ihrem rechten Namen. Und eben so eine andere, welche man aber weniger auf Houchards als die Rechnung andrer Böse- wichter unter seiner Armee schreiben muß. Diesen war's nicht ge- nug, daß wir uns ihrer Anwesenheit mit Abscheu erinnern sollten, auch unsere Nachkommen sollten es thun, und deswegen steckten sie den schönsten jungen Stadtwald in Brand, der auch größten- theils vom Feuer verzehrt und verdorben wurde, ehe die Bürger- schaft löschen durfte und konnte. Man sagt, ihre Absicht sei ge- wesen Weibspersonen, die sie hier bei einigen entstandenen Bränden - sehr beschäftigt gesehen hatten, auch zu diesem Waldbrand zu locken.____ Viele glauben, daß Houchard aus einem alten Groll gegen St. Johann so gehandelt, daß das Andenken an die Prügel, welche er ehemals in dieser Stadt als Weißgerberjunge wegen seiner Bos- heiten von seinem Lehrherrn erhalten hatte, noch jetzt seine Rach-