62 schüft erboten. Ich lege Ihnen die Petition herbei*), die freilich nach den Umständen im Stil und Inhalt eingerichtet werden mußte — und vergeblich war. Aber in wie vielen deutschen Ländern würden die Bürger für die fürstlichen Bedienten in diesen Zeiten und unter solchen Umständen so dringend gebeten haben? Leben Sie wohl. Achtzehnter Ürief. S. den 24. Jun. 1793. Es sind doch ehrliche Leute, die Franzosen. Seit fünf Wochen berauben und plündern sie Fürsten und Unterthanen, ohne daß ein Mensch die Ursache wußte, ohne daß solche jemand von ihnen erfragen durfte, und jetzt, da ihre Arbeit geendigt ist, lassen sie solche viel hundertmal drucken, schlagen solche an alle öffent- liche Orte an, und pour ln chose plus touchante zwingen sie die Geistlichen solche von der Kanzel abzulesen. Ich schließe Ihnen ein Exemplar von dieser Proclamation hier an. **) Wann Sie auf das Datum derselben, den 21ten Jun., sehen und sich erinnern, daß die Räubereien schon am 14ten Mai angingen, so wird Ihnen ohne Zweifel jene Criminalgeschichte einfallen, da man den Dieb aufhing und alsdann erst fragte, was er gethan habe. Es ist aber alles um dem Publikum Sand in die Angen zu streuen; die Beschuldigungen, welche dem Fürsten gemacht werden, find so lächerlich, so leicht zu widerlegen, daß Sie es selbst thun können, und wo Ihnen etwa die Thatsachen unbekannt sind, würde ich es selbst thun, wenn wir nicht nächstens eine Widerlegung von unsern in Metz befindlichen Rüthen zu erwarten hätten, welche sich ver- theidigen mußten, da die Commissärs ihnen die impertinente Anmuth- *) Beilage 1. **) Beilage 2.