25 den deutschen Soldaten, welche der Sclaverei entrinnen und das Freiheitsbrod unter den Fahnen der Republik kosten wollen, be¬ trächtliche Vortheile angeboten hat. Außer einem Handgeld von achtzig Livres sollten sie noch über die erlangte Freiheit hundert Livres Douceur und den Werth ihrer mitgebrachten Montur, Waffeu und Pferde bezahlt erhalten. Unter der Legion von der Mosel befanden sich sieben Deserteurs von Wurmser Husaren und ein Preuße von Golz. Diese bedienten sich des Versprechens des Generals, ließen sich ihre Pferde mit dreihundert Livres und ihr Handgeld, Douceur, Montur und Waffen bezahlen, setzten sich die nämliche Nacht auf ihre Pferde und reisten glücklich zu ihren ungarischen Brüdern mit wohlgespicktem Beutel ab. Der arme Preuße, der immer seinen König Friedrich Wilhelm noch öffentlich hoch leben ließ, sah ihnen traurig nach, hatte kein Pferd, keine Armatur zu verkaufen, und da seine Desertion etwas zweideutig war und das Ansehen einer Gefangenschaft hatte, auch keine Dou¬ ceurgelder, nur sein Handgeld zu beziehen. Dies gab er zum besten, berauschte seine Unteroffiziers und Cameraden, erbot sich, um sie im Trünke nicht zu stören, die Abfütterung der Pferde zu besorgen und sodann wieder zu kommen. Er soll aber noch kommen, so wie ein Offizierspferd und acht andere Pferde, die er mitge¬ nommen hat, nicht einmal Sattel und Zeug ließ er zurück, der böse Preuße, und die Republikaner schneiden grimmige Gesichter. Der Wechsel mit unsern commandirenden Generals war bisher so häufig, daß, ehe man die größtentheils unbekannten Namen dem Gedächtnis einprägen konnte, sie wieder verschwunden waren. Sie ließen sich des Fürsten Tafel gar wohl bekommen, und man bemerkte, daß die prononcirten Republikaner, besonders ein gewisser Obrist von Scheid, sichs am allerbesten schmecken lassen. Gegen¬ wärtig commandirt General Landremont, der aus einem retirirten Dragoner-Lieutenant General geworden ist. Leben Sie wohl. N. S. Seit einigen Stunden ist unsere ganze Einquartierung auf den Beinen, auch die Truppen oberhalb und am Saarstrom sind in Bewegung, und eine starke Colonne soll von der unteren Saar kommend über Forbach nach Saargemünd im Marsch sein. Ihr Vorhaben ist ein Geheimnis, so wie jetzt ihre Geheimnisse