14 Gefängnis Entschädigung bezahlt wurde, er aber wieder auf den Schauplatz trat, um nun durch Rachsucht angeflammt neue schäd- lichere Schandthaten auszuüben. Den Vorhang über diese Scene, und heute kein Wort mehr, als ein herzliches Lebewohl! Dritter Brief. S. den 10. Dec. 1792. Krieg sei mein Lied — weil alle Welt Krieg will, so sei es Krieg. Saarbrück sei Sparta — Abermals eine große Veränderung, mein theurer Freund ! Wir sind nicht jene ruhigen, friedlichen Bürger mehr, deren Offensiv- Waffen höchstens in Bratspießen zum gedeihlichen Krieg mit Kälber- und Hammelsbraten, Gänsen, Enten nild Spanferkeln bestanden, die nichts militärisches hatten als ihre eisgrauen Schaarwächter, welche bei Nacht die Pritsche durch Draufliegen bewachten und am Tag auf die rostige Flinte gelehnt ihr Pfeifchen schmauchten, und deren einziges militärisches Manöver darin bestand, daß sie, das Gewehr in der einen, der: Hut in der andern Hand, der Höchsten Herrschaft im Vorbeipassiren ihre tiefste Ehrfurcht bezeigten. Alles in den Waffen bei uns. Sie staunen! Aber lachen werden Sie, wenn Sie die Ursache und die Art dieser Veränderung erfahren haben. Eines Morgens verbreitete sich in der Stadt das Gerücht, der W. u. tit. H. R. P. sei in der verflossenen Nacht bestohlen worden. Es ergab sich aus der Sage des Bestohlenen, — denn auf dieser beruhte die ganze Geschichte, keine seiner Töchter, Mädchen in mannbaren Jahren, die sonst gewöhnlich nicht so sehr fest schlafen, keiner feiner Hausgenossen, kein Nachbar hatte das geringste wahrgenommen, — daß er sich Abends mit einem kleinen Räuschchen