15 befinden, wo das Saarlhal am engest,en sieh zusammeri- zieht, auf’der Höhe eines rundlichen vorspringenden Berg- abhangs, ganz in der Nähe unterhalb des sogenannten Slickplatzes und nur wenige Minuten entfernt von der Clef, wo eins der anziehendsten Naturgemälde (unstreitig das grossartigste am ganzen Flussgebiete der Saar) dem Auge sich darstellt. Auf dem Vordergründe befindet sich der Berg Mont- clair, der, vorne muschelförmig gestaltet, weiterhin nach Mettlach sich abdacht. Wo der Berg die grösste Höhe erstiegen, da erheb! sich stolz die Burg gleichen Namens, von Bäumen und Gesträuchen wild umwachsen, rechts und links unzugänglich durch schroffes Felsengehänge. AmFusse des Berges schlängelt sich, als könnte nimmer sie scheiden, in lang gestreckter Windung die Saar, umgürtet die Burg und lehnt sich um die ganze Land- zunge, so weit sie sich auch hinzieht. Rechts und tief im Hintergründe durchstreift sie wie ein Silberband die offene, freundliche, durch viele Dörfer belebte Land- schaft von Merzig (Saargau, vulgo Sarkov), wendet sich dann mit wilder Strömung durch ein enges Thal und entschwindet endlich in weiter Ferne zwischen steilen, zackigen und kahlen und schauerigen Felsenufern. Wie die Burg Montclair durch ihre zum Kaub und zur Plünderung äusserst günstige Lage ihre Erbauer einstens gefunden hat, so dürfte wohl auch die herr- liche, durch ihre Contraste so sehr anziehende Land- schaft ihr einstens einen Gönner zuführen, der sie aus Schutt und Trümmern neu ersteigen lässt, und die Burg,