159 Eine lohnende Wanderung auf schönem Waldwege ist von Castel aus zu der mächtigen Felsmasse des Altenfels und von da nach dem hübsch gelegenen Freudenburg zu machen. Man steigt in das oberhalb der Klause gelegene Seitenthal hinab, überschreitet hier den Pünschbach und folgt von dem eisernen Wegweiser ab dem zum Altenfels leiten- den neuen Pfade. Der aus Nageifluh bestehende Fels fällt schroff nach allen Seiten ab und erinnert an die merkwür- digen Felsbildungen der sächsischen Schweiz. Auf der west- lichen Seite ist die Felsmasse durch Stufen und Drahtseile zugänglich gemacht; doch ist das Besteigen den Damen unduicht Schwindelfreien nicht zu empfehlen, die Aussicht ist nicht beson- ders lohnend. Als 1891 auf der Spitze des Felsens eine Fahne gehisst wurde, entdeckte man, dass der Gipfel schon früher mit einer Schutzwehr versehen war, wie aus den regelrecht eingehauenen Vertiefungen zu schliessen ist. Durch den Wald gelangt man in südlicher Richtung auf die Freudenburger Dorfflur und auf dem mit Obstbäumen bepflanzten Wege nach F r e u d e n b u г g, einem Flecken mit 1058 Eiuw., Gastwirtsch. rzur Postu bei Jolivald. Es sind noch Ruinen eines von Johann von Böhmen erbauten Schlosses vorhanden. In der Nähe der Eiderberg, 440 in, aus Muschel- kalk bestehend, die höchste Erhebung im Saarburger Kreise auf dem 1. Saarufer. Von Freudenburg über Weiten nach Mettlach, s.w. u., oder von Weiten über Orsc holtz zur Clöv s. w. u., und dann nach Mettlach. Von Freudeuburg in 40 Min. auf bequemer Strasse zu- rück nach Castel; schöner Blick auf den jenseits des Leuck- thales sich ausbreitenden, vielfach bewaldeten Saargau. Auf dem ersten Wege hinab ins Saarthal nach dem Bahnhöfe Serrig. Die Bahn folgt den anmutigen Windungen des Flusses. 1 km oberhalb Serrigs, nahe der Bahn, ein Römergrab, das sogen. Widderhäuschen. Wer das Saarthal durchwandert, besteige den am Ufer liegenden Höckerberg mit hübscher Aussicht auf das Thal und den grossen Bogen, den die Saar um das Dörfchen Hamm zieht, weiter aufwärts bis Taben und Rodt. Die Strecke zwischen Haram und Taben bietet die wildesten und am meisten zerklüfteten Felsbildungen in dem Grauwackenkieselgebirge. Taben (1.), die Haltestelle liegt auf dem r. Ufer, 88 km, das Dorf ist durch eine neue schöne Brücke mit dem andern Ufer verbunden. Die Brücke, 1890—92 erbaut, liegt von dem Bahnhof etwas saaraufwärts; von der Brücke auf dem Pfade rechts, daun noch 1 km über den Braunbach nach dem Dorfe; Wirtsch. bei Jacoby. Taben, angeblich schon im 2. Jahrh. unter dem Namen Tavena bewohnt, war eine römische