154 berger“, Im andern Falle gehe man von dem Wirtshause Hamm am rechten Ufer weiter. Die Bahn nähert sich bald oberhalb Conz’ der Saar und läuft eine Strecke dicht an dem Flusse hin, dem Reisen- den Gelegenheit gebend, die Ufer- und Bahnenbauten zu betrachten. Links von der Bahn kleine Weinberge, dann eine ziemlich breite, wohlbebaute Flur und dahinter wieder Weinberge. Hinter Filzen (r.) wendet sich die Bahn in grosser Kurve nach links, den Hammer Bogen abschneidend, nähert sich dann wieder der Saar und erreicht die aus- gedehnten Weinberge des Dorfes Ganzem (L), 14 km, die Station liegt auf dem r. Ufer und ist mit dem Dorfe durch eine Fähre verbunden. 424 Einw., Wirtsh. v. Müller. Auf beiden Seiten des Flusses liier einige freundliche, herrschaftliche Landhäuser. Von den Höhen über den Weinbergen herrliche Aussicht auf das Thal und die schönen Laubwälder auf der 1. Flussseite. Die Bahn, die von Ganzem mit dem Flusse eine nord- östliche Richtung einschlägt, wendet sich bei der nächsten Plusskrümmung nach Süden, r. noch immer von Weinbergen begleitet, gute Lage der Kelterberg. Die Bahn entfernt sich wieder etwas von dem Flusse, während die Landstrasse in seiner Nähe bleibt. 16 km Bahnhof und Dorf Wiltingen (r.), 144 m, 977 Einw., Gastwirtsch. bei Jung; Class. Anmutige Lage, darum auch hier einige herrschaftliche Landsitze. Der'Ort war schon zur Römerzeit bewohnt, wie die kürzlich auf- gedeckten Reste von Römerbauten beweisen. Das unter- halb Wiltingens einmündende Seitenthal, das zwischen ziem- lich bedeutenden Höhenrücken über Oberemmel, Creti- na c h, Ober- und Niedermennig bis Conz zu verfolgen ist, ist nach den Forschungen des Landesgeologen Grebe ein altes Mosel- und später ein Saarbett, in welchem die Saar die Mosel erreichte, ehe sie sich durch die Grauwackefelsen das heutige Bett gebahnt hatte. Die Südabhänge des dieses Seitenthal einschliessenden südlichen Höhenzuges sind be- rühmte Lagen des Saarweins, vor allem die ausgedehnte Fläche des Scharzhofbergers, 2Vs km, der den besten Moselweinen gleichkommt, ja, nach der Annahme mancher Kenner sie übertrifft. 31/2 ¿in von Wiltingen in dem Seiten- thale Oberemmel, grosses Dorf, Gastwirtsch. bei Sebastiani; viel Weinbau, besonders gute Lagen der Agritiusberg — an der Kirche —, der Lauters- und der Junkerberg. Wieder zurück nach Wiltingen. Die Bahn zieht dicht an der Saar hin und schneidet dann den nächsten Saarbogen ab, in welchem das Dorf