139 kirche mit schönem gotischen Turme von 97 m Höhe. Die Kirche wurde 1875 begonnen und 1881 eingeweiht. Freunde altertümlicher Häuser mögen noch das alte Pa- trizierhaus der Familie d’Heu in der Brunnenstr. 19 und 21 besuchen, ferner das Hospital St. Nikolaus, das älteste und grösste Hospital der Stadt, in der Nähe des St. Theo- baldsthores. Ausflüge in die Umgebung von Metz. Abgesehen von den drei grossen Schlachtfeldern, durch welche die Umgegend von Metz für jeden Deutschen eine ungemein wichtige Bedeutung gewonnen hat, bietet die Berg- reihe rings um die Stadt mit den nach der Mosel führenden Thälern, den Wäldern und Wäldchen und mit den zahlrei- chen Ortschaften landschaftliche Reize genug, die auch ein etwas verwöhntes Auge befriedigen können. Eine oder die andere der umliegenden Höhen zu besteigen, sollte niemand versäumen, der ein vollständiges Bild von Stadt und Fluss- thal um Metz heimnehmen will. Weiter zurück nach der französischen Grenze hin wird die Gegend etwas einförmiger infolge der ausgedehnten Hochflächen. Doch bieten diese meist aus Kalkstein bestehenden Flächen den Vorteil, dass man über sie auch ausserhalb der Wege leicht hinwegschrei- ten kann, da sie hauptsächlich Weideland sind. Au Fuss- pfaden und Verbindungswegen zwischen den einzelnen Ort- schaften ist kein Mangel. Abwechselung genug bieten die Querthäler. die zur Mosel hin streichen. Wer sich weiter von Metz entfernt, versehe sich mit Wein und Mundvorrat, da die weiter abgelegenen Dörfer den müden Wanderer nur selten so laben können, wie er wünscht. Man sorge bei (üesen Wanderungen auch dafür, dass man auf deutschem Boden bleibe. Von der Ueberschreitung der franzö- sischen Grenze ist abzuraten. Einen Pass oder andere diesen ersetzende Papiere nehme man auf alle Fälle mit. Zu Wanderungen und Ausflügen, die nur wenige Stunden erfordern, empfehlen sich folgende: Nach dem beliebten Vor- ort M o u 1 i n s, 5 km oberhalb der Stadt an dem linken Moselufer gelegen. Sehr bequeme Verbindung: entweder auf der Eisenbahn vom Hauptbahnhof oder auf der Pferde- bahn durch die Totenbrückenstrasse an Devant-les-Ponts vorbei und durch Longeville (vergl. S. 130) nach Moulins, 683 Einw. In dem Orte sind drei alte Schlösser. Von Moulins nur eine kurze Strecke nach dem jenseits der Bahn gelegenen S c y, am Südabhange des St. Quentin, mit schöner Aussicht auf das Moselthal. 1336 Einw. Der Ort wird schon im 8. Jahrh. genannt und war später wegen