130 Nähe das gleichnamige Fort, jetzt Fort Manteuffel ge- nannt. In der Nähe des Ortes, auf der durch die Moselarme gebildeten Insel ein deutsches und 2 französ. Kriegerdenkmäler. Südlich von Woippy nähert sich die Bahn — r. sieht man die grosse Conservenfabrik — der grossen Vorstadt Metz Devant les Fonts (1.), 96 km, 8 km vom Haupthahnhof in Metz, 1 km von Metz selbst. Die meisten Reisenden steigen hier aus, da sie über die Moselbrücke die Stadt in wenigen Minuten erreichen können. Der Ort hat 2051 Einw., in der Nähe die eisenhaltige Quelle „Bonne fontaine“. In der Nähe von Devant-les-Ponts das Dorf Plappeville am Nordahhange des St. Qnentin, unterhalb des gleichnamigen Forts, jetzt FortAlvenslehen genannt; ln der Umgehung viele Landhäuser. Grosse Steinbrüche, Wein-, Obst- und Gemüsebau. Der Ort wird schon im 7. Jahrh. erwähnt; im 16. Jahrh. war er berüchtigt wegen der häufigen Hexenprozesse. Der nahe Berg St. Quentin galt als der lothringische Blocksberg. Als Karl V. Metz belagerte, hatte er auf dem St. Quentin seine Beobachtungsstelle. Nördlich vom Fort Plappeville liegt das Dorf Lorry-les-Metz, ziemlich hoch; viel Weinbau (jährlich 2500 hl) und Obstbau, besonders gute Kirschen und Mirabellen. Vom Bahnhofe De van t-les-P onts aus erreicht die Bahn wieder einmal die Mosel und folgt eine Strecke der Flusskrümmung; gegenüber die grosse Moselinsel, durch einen Flussarm in die kleinere Weideninsel und in die grosse Insel Simphorien geteilt. Rechts von der Bahn, also auf dem linken Flussufer, das Dorf Ban-St.Martin, unterhalb des St. Quentin und vor dem Moselfort. Hübsche Villen, viel Garten-, Gemüse-, Obst- und Weinbau. Im Mittelalter war hier eind berühmte Benediktiner-Abtei, die 1480 von den Metzern zerstört wurde. Während der Belagerung von Metz 1870 hatte hier der Marschall Bazaine sein Hauptquartier. — Ban-St. Martin schliesst sich das langgestreckte Dorf Longeville an (1.) am Russe des St. Quentin, mit starkem Weinbau (jährlich 282 hl). Hier übernachtete Napoleon vom 14. bis 15. August 1870 vor seiner Abreise von Metz. Die Bahn überschreitet die Mosel, bald darauf auch den kanalisierten Moselarm und umzieht dann in grossem Bogen die Vorstadt Montigny (r. von dem Moselkanal); Obst- und Gemüsebau, viele Fabriken und Somraerwirtschaften. L. von der Bahn die grosse Eisenbahuwerkstätte; im Orte ein Priesterseminar und ein botanischer Garten. Bald hält der Zug an dem Hauptbahnhof Metz, 106 km von Trier. Metz. Qasthöfe : Grand Hotel (früher Hotel de l'Europe), Priesterstr. 4, 60 Zimmer, Z. L. B. 3—4 M., F. 1,20, M. 8 M. ; Grand Hotel de Metz, gegenüber dem vorigen, 65 Betten, Z. 3 M., L. B. 80 Pf., F. 1, M. 3