123 aus wahmehraen. Auf 7 Stunden hin bildet von Wasser- billig ab die Mosel die Grenze zwischen der Rhein- provinz und dem Grossherzogtuin. Von Wasserbillig auf- wärts macht der Fluss eine Biegung; das Thal ist ziemlich breit. Die Abhänge des 1. Ufers — auf der Luxemburger Seite — tragen Weinpflanzungen. Die Buntsandsteinfelsen gehen immer häufiger in Muschelkalk über, der auch auf der r. Seite vorherrscht, daher hier bedeutende Kalksteinbrüche. Bis Mertert, 1., dem nächsten luxemburgischen Orte an der Mosel, läuft auch die Luxemburger Bahn im Moselthale. Mertert, ein kleines Dorf. Gasth. Fetry. Der nächste Bahnhof ist Temmels (r.), 18,3 km von Trier, Wirtsch. Gierst; das freundliche Dörfchen hat ungefähr 500 Einw. Von Temmels führt ein Weg über den Höhenrücken zwischen Mosel und Saar ins Saarthal, erst nach Tawern, von hier entweder bergauf zu der Hochfläche des Reiniger Berges (vergl. S. 120) oder abwärts nach Könen und von hier zur Saar nach K o n z. Bald hinter Temmels wird das Moselthal enger, da von beiden Seiten die Uferberge schroffer und felsiger näher an den Fluss herantreten. Nur eine kurze Strecke bis zu dem Bahnhof Wellen (r.), 20,6 km., Gasth. Henkel, am Bahnhof. Der Ort hat bedeutende Kalkbrennereien und ist durch eine feste Brücke mit dem gegenüberliegenden Grevenmachern (1.) verbunden, einem kleinen luxembur- gischen Städtchen von 2500 Einw. Gasth. de Luxembourg; Hotel des Voyageurs. In einer Beschreibung des Mosellandes von 1600 heisst es von Greveumachern: „Das Lager dieses Städtleins ist über die massen lustig und mit vielen Bergen umgeben, in welchen bei guten Jahren herrlicher Wein wüchset.“ Weinbau wird auch jetzt noch vielfach getrieben. 1552 wurde die Stadt durch Albrecht von Brandenburg ver- brannt und verwüstet. Hinter dem Dorfe Wellen durchbricht die Bahn den die Mosel zu einer Krümmung veranlassenden Berg Vorsprung; bald darauf die Haltestelle Nittel (1.), 22,8 km., Wirtsch. Schneider; Berg; die Ab- hänge tragen viele Weinstöcke, ebenso die des gegenüber- liegenden luxemburgischen Dorfes Mach tum. Auf dem Nittelberge eine bereits 1432 mit päpstlichen Ablässen be- schenkte Kapelle, die namentlich zur Zeit ansteckender Krankheiten ein besuchter Wallfahrtsort war. Von Nittel führt ein Weg über Soest und Rehlingen nach Saar- burg a. d. Saar. Das Moselthal verengert sich noch mehr. Links von der Bahn etwas zurückgelegen das Dorf Rehlingen mit