102 Vor der Stadt, in leicht erreichbarer Nähe, folgende empfehlens- werte Restaurationen. Vor der Moselbrücke: Reiters Garten: mit schönem Blick auf die Mosel und die alte Brücke; in der Vorstadt St. Matthias: Wischet's Garten; am Amphitheater: die Löivenhrauerei; Luftkurort Petrisherg, in der Nähe des Amphitheaters; die beiden letzten mit Aussicht auf Trier; in der Nähe der Fähre: A, Hupper- schmller Wwe., mit schönem Blick auf die Mosel und das gegenüber- liegende hohe Ufer. Auf diesem selbst die schon 8. 101 erwähnten drei Gartenwirtschaften mit unvergleichlicher Aussicht auf die Stadt und auf das Thal, alle drei sehr beliebte Ausflugsorte für die Trierer. Preikonzert einer der Militärkapellen jeden Dienstag Nachmittag von 6 Uhr ab in den Anlagen der Ostallee. Bäder: Warme bei Dr. Thanisch in der Brotstr., ferner bei Hupperschwüler in der Nähe der Fähre. Im Sommer Fluss- und Schwimmbäder in der Nähe der Brücke 1. Verkehr: Zwei Bahnhöfe; der Hauptbahnhof im Osten der Stadt, für sämtliche Züge nach Coblenz, Cöln, Hermes- keil (Hochwaldbahn), Saarbrücken, Metz, Luxemburg. — Der zweite Bahnhof, Mosel 1., nicht weit von der Moselbrücke, dient nur dem Lokalverkehr zwischen Ehrang, Trier und Conz. Pferdebahn: vom Hauptbahnhof durch die Simeonsstr. zum Hauptmarkt, von hier rechts durch die Fleisch- und Brückenstr. bis zur Moselbrüeke; ferner vom Hauptmarkt 1. durch die Brot- und Nenstrasse in die Saarstr. nach Löwenbrücken; für jede Strecke 10 Pfg. Droschken: I. Zone umfasst das Stadtgebiet und die nächsten Vororte mit dem Amphitheater, St. Maximin, St. Paulin und Zurlauben, 1 Pers. 50 Pfg., 2 Pers. 60 Pf., jede weitere Pers. 25 Pf. II. Zone: nach Bellevue bis zum Eingangsthor, St. Matthias und nach Pallien, 1 Pers. 75 Pf., jede weitere 25 Pf., — III. Zone: nach Schneidershof und Weisshaus (bis zur Napoleonsbrücke) 1 Pers. 1,50 M., jede weitere 50 Pfg., nach ent- fernteren Punkten 2 M., bezw. 50 Pf. Nach der Zeit; */4 Std. 1 bis 2 Pers. 50 Pf., 3—4 Pers. 75 Pf. Post und Telegraph: In der Oberpostdirektion am Kornmarkt und auf dem Haiuptbahnhof, Eingang auf dem nördl. Flügel. Trier, die Hauptstadt des gleichnamigen Regierungs- Bezirkes, hat 40000 Einw., ist Sitz eines Bischofs, eines Landgerichtes, einer Handelskammer und einer Oberpostdi- rektion. An höheren Schulen sind in der Stadt vorhanden: zwei Königl. Gymnasien, eine Königl. Mädchenschule mit Lehrerinnensemiuar und zwei Privatmädchenschulen. An Provinzialanstalten befinden sich in der Stadt ein grosses Landarmenhaus, eine Taubstummenschule und eine Weinbau- schule. Die Garnison ist verhältnismässig stark; sie besteht aus zwei Infanterieregimentern und einem Reiterregiment; auch liegt in Trier der Stab der 16. Division. In den Han- delsbeziehungen nimmt Trier durch den grossartigen Wein- handel eine rühmliche Stelle ein und ist durch die alljähr- lichen Weinversteigeruugen im ganzen Reiche bekannt. In der gewerblichen Thätigkeit verdienen die Gerbereien und die Tabakfabriken besondere Erwähnung. In neuerer Zeit