93 sich, von allen Punkten sichtbar, das vieltürm ige, altehr- würdige Trier. An der Schweicher Fähre verlässt die Chatissee die Mosel und zieht sich durch die ebenen Fluren dem Höhenraude r. zu, wo sie sich mit der von dem Hochwalde kommenden Chaussee verbindet. Von dieser Stelle der erste schöne Über- blick des breiten Thaies. Links von der zuerst erwähnten Strasse liegt am Fusse des hier einen Winkel bildenden Höhenrandes Kenn, ein hübsches Pfarrdorf. Die Mosel durch- quert, von Schweich aus gesehen, das Thal, um hinter Issel (1.) [Isla] den hohen 1. Üferrand zu berühren. Issel ein kleines Dorf, dessen Bewohner zum Teil in dem nahen Hüttenwerk Quint beschäftigt werden. Oberhalb des Dorfes eine Nebenbahn, auf der aus den auf dem 1. Höhenrand befindlichen Kiesgruben Kies weggeführt wird. Durch den Berg, an dessen Fuss die Mosel vorbeifliesst, ist der Isseler Tunnel für die Moselbahn gebohrt, die hier das Moselthal, nachdem sie es bei Pün der ich- Reil, S. verlassen hat, wieder erreicht. Unmittelbar hinter den vorspringenden, bewaldeten Höhen liegt das Hüttenwerk Quint (L), Gasth. der Gewerkschaft; Name von ad quintum lapidem, d. i. bis zum fünften Meilenstein von Trier; sehr betriebsamer Ort mit vielen rauchenden Schloten und mehreren Hochöfen, die früher die Erze verarbeiteten, die in der Nähe gegraben wurden, jetzt aber die Eoherze auch der Eisenbahn erhalten. Zum Betrieb des Werkes wird auch ein kleiner Bach verwendet, der sich unmittelbar neben dem Orte in die Mosel ergiesst. Am Fusse des bewaldeten Bergabhanges [ein ein- faches Schlösschen mit hübschem Garten; am Abhange selbst, von herrlichen Waldhäumen umgeben, die kleine Protestant. Kirche. Ein Theil des Abhanges ist mit Heben bepflanzt, der andere zu einem sehr schattigen Park verwendet; an dem höchsten Teile desselben der Königsplatz, so genannt nach einem Besuche Friedrich Wilhelms IV. Üeberraschend schöne Aussicht auf das Thal, auf Ehrang und einen Teil Triers. Früher war der Park den Fremden zugänglich, jetzt nur mit Genehmigung der Hüttenverwaltung. Landeinwärts im Thale des Quinter Baches liegt der Kaiserhammer, (Hermesdorf, N. u. F. 1,50 M. v. 80 Pfg. A. v. 60 Pfg. an, P. 2,50—3 M) eine Försterei mit Wirtschaft, in lieblicher Waldeinsamkeit. Heizender und bequemer Weg dorthin an dem Walde entlang und an einem herrlichen Weiher vorüber. Die Quint und der Kaiserhammer sind beliebte Aus- flugsorte für die Trierer, beide auf der Moselbahn und mit dem Lokalhot leicht zu erreichen. Von Quint führt ein anmutiger Weg abwärts, an der steilen zerklüfteten Berglehne entlang nach