91 rück und Lüdet weite Wiesenstreckeu; wo er sich wieder dem Flusse nähert, liegt Pölich (1.) ; 1890 wurden hier verschiedene römische Altertümer aufgefunden, auch Reste einer römischen Villa blossgelegt, Eigentümer Gebr. Weich. Nach der nächsten scharfen Moselkrümmung beginnt 1. wieder beträchtlicher Wein- bau, zu welchem neuerdings auch bedeutende Lohheckenflächen verwendet worden sind; die Berge gehören zum Teil schon zu Mehring (h) 1600 Einw., Gasth. zur Post bei Weiler, N. u. F. 1,20, M. 1,—, P. 8 M. Die Pfarrkirche stammt aus d. J. 1664. Der Ort hat meistens neue Häuser, da eine grosse Fenershrunst 1840 156 Gebäude einäscherte. Auf einer Anhöhe in der Nähe ein Wailfahrtskapelle, in der Umgebung herrliche Waldspaziergänge mit schönen Aussichtspunkten, besonders von den gegenüberliegenden Waldhöhen gewinnt man an verschiedenen Stellen überraschend herrliche Aus- blicke auf die zu den Füssen sich ausbreitende Moselland- schaft ; das Thal ist von hier aus auf eine weite Strecke zu verfolgen. Am Ende einer kleinen Moselinsel folgt das kleine Dorf Lörsch (1.) im Mittelalter Loysse genannt; gegenüber am Abhang der Thalebene, ziemlich weit vom Strome ab, liegt Riol (r.), 650 Einw., Gasth. bei Müller, N. u. F. 1,20 M., M. 1 M. ; das Rigodulura des Tacitus; hier schlug’ 70 nach Chr. der römische Feldherr Cerealis die Treverer und nahm ihren Anführer Valentinus gefangen. In dem nahen Kammer- walde schöne Aussichtspunkte; unterhalb Riols läuft am r. Ufer eine Römerstrasse, die man bis in die Höhe von Mehring verfolgen kann. Weiter zurückgelegen im Tliale des Feilerbaches sind Ober- und Nieder feil und Fast rau, alle mit etwas Weinbau. Auf einem Hügel bei Fell liegen die Trümmer einer ehemals Franz von Sickingen gehörigen Burg. Der Mün- dung des Peilerbaches gegenüber das kleine Dorf Longen (1.) am Abhange des mit Reben bepflanzten Ge- hänges, der letzten grossen zusammenhängenden Weinbau- fläche an der obern Mosel, von Mehring bis Schweich reichend; die bedeutendsten Weinberge gehören zu dem stattlichen Dorfe Longuich (1.), 550 Einw., Name vielleicht von longus vicus, doch schon in Urkunden v. J. 663 Loncwich genannt. Gasth. bei Sonntag, N. u. F. 1,20 M.. M. 1 M.; Nie. Rummel, Peter Hoff. In der Nähe mehrere Mineralquellen. Von dem gegenüberliegenden hohen Schückberge um- fassende Aussicht, bis ins Luxemburger Land hinein. Zur Zeit des traurigen Hexenwahns sollten sich auf dieser Höhe