90 Die Höhen treten dicht an das rechte Ufer und veran- lassen eine neue Krümmung des Flusses. Dort liegt Leiwen (r.) Gasth. Wwe. Herr es, 5 Betten. N. u. F. 0,90, M. 0,80 M., Bernhard Schottes, 2 Betten, N. U. F. 1 M., M. 1 M., A. 0,50 M.; Post bei Math. Weis, 6 Betten, N. u. F. 1 M., M. 1 M., A. 1,80 M. Ort mit über 1000 Einw., die viel Wein- bau treiben. Die Weinberge liegen auf dem andern Ufer ; gute Lage „der Laurentiusberg“. Dem’ Orte gegenüber befindet sich eine langgestreckte Insel im Flusse. Nördlich von Leiwen folgt, in flacher Gegend gelegen, Köwerich (r.) mit bedeutendem Weinbau an dem 1. Ufer. Die sich anschliessenden reichen Weinberge gehören zu Clüsserath (I.) im Mittelalter Clutterche genannt; Gasth. Schmitt, 5 Betten, N. u. N. 1,20, M. 1,20 M. Der Ort hat 1200 Einw, streckt sich längs des Flusses so weit hin, dass er wegen seiner Länge sprichwörtlich geworden ist. Bedeu- tende Weinberge. Oberhalb des Dorfes mündet die S a 1 m in die Mosel. Zum nächsten Moselbahnhof Hetz erath 61/* km. Von Clüsserath führt ein durch schöne Aussichten lohnender Weg auf dem Bergrücken nach Trittenheim. Wer längs der Mosel wandert, schlägt indessen diesen Weg nicht ein, sondern schneidet den scharfen Trittenheimer Moselbogen ab, indem er den Bergrücken übersteigt und sich dann dem von Rivenich kommenden Thale zuwendet, um dann die Neumagner Fähre zu benutzen. Clüsserath schräg gegenüber liegt Thörnich (r,) [Thurninga] hübscher Ort, auf flachem Uferlande sich ausbreitend und von schönen Baum- gruppen umgeben. Gegenüber blickt man in das Thal des von Bekond kommenden K a 1 e nb ac h e s, auf beiden Seiten der Bachmündung Weinberge. Auf dem r. Ufer läuft hier ein guter Fahrweg zur Verbindung der Orte Thörnich, Köwerich und Leiwen. — Vom Flusse abgelegen folgt Ensch (1.) [Ancim], Gasth, M. Bläsius; P Regnery, in der Nähe auf einem Wiesengrunde eine Mineralquelle. In die nahe gelegenen Waldungen führen reizende Spaziergänge; von dem Walddistrikt „Kästchen“ eine herrliche Aussicht auf das Moselthal. Schräg gegenüber liegt, von Obsthainen, eingeschlossen, Detzem (r.). 500 Einw. Name von „ad decimum lapidem“ d. i. am 10. römischen Meilensteine von Trier ab, Gasth. bei Köwerich, N. u. F. 1.20, M. 1 M. Ein Hof in Detzem soll 033 von Dagobert I. der Abtei Maximin geschenkt worden sein. Von Detzem führt ein abkürzender Weg über den Höhenrücken nach Leiwen. Oberhalb des Dorfes an dem dichter an den Fluss tretenden Gelände r. wieder ausgedehnter Weinbau; im Flusse eine ziemlich lange Insel, die sich über Schleich (1.) hinausdehnt; der 1. hohe Uferrand tritt zu-