85 cheu des Herrn Puricelli. Eine halbe Stunde in dem Thale des Scheresbaches aufwärts die St. Paulaskirche, ein ehemals stark besuchter Wallfahrtsort. Oberhalb des Dorfes mündet das Flüsschen gleichen Namens in die Mosel, von Ausonius die kleine Lesnra genannt. Eine bequeme Fähre bringt die Wanderer von Dieser über die Mosel zu dem stattlichen Mülheim (r.), Gasth. bei Kar sch; Sauermilch, 5 Betten. N. u. F. 2 M., M. 1,20 M., P. 3,50 M. Der Flecken hat 800 meist protest. Einw.; protest. Kirche und eine kath. Kapelle. Mülheim liegt in einer reichen Ebene, die mit den wohlbestellten Fluren, Wiesen und Obsthaiuen einen reizenden Anblick gewährt. Durch die Ebene eilt der Vel- denzer Bach, auch Hinterhach genannt, zur Mosel. Der Unterlauf des Baches liegt in einem breiten Thale, durch welches sich an saftigen Wiesen, Weinbergen und schönen Fluren vorüber der Weg nach Veldenz hinzieht, 1j2 Std., mit dem 1jA Std. oberhalb gelegenen Orte Thal-Veldenz und der Ruine Veldenz, die der Grafschaft den Namen gegeben hat. Thal, Dorf und Ruine sind besuchenswert. Im Dorfe Veldenz Gasth. bei Bottler, 10 Betten, N. u. F. 1,50 M., M. 1,50 M., P. 3,50 M,; Carl Kropp. Der Ort, überwiegend protestantisch, hat 1000 Einw., eine ev. und eine kath. Kirche; an den nächsten Abhängen noch reicher Weinbau. Von dem schön bewaldeten Burgberge, auf dem noch bedeutende Reste der gräflichen Burg stehen, eine herrliche Aussicht. Die Ruine ist jetzt Eigentum der Wwe. Niessen in Kreuznach. Die Burg Veldenz wird in Urkunden bereits im 6. Jahrh. er- wähnt, war lange Lehen des Bistums Verdun; ün 16. Jahrh. wurde die Grafschaft reichsunmittelbar. Im Ryswicker Frieden kam sie an Kurpfalz, 1815 an Preussen. Oberhalb Mülheims mündet in die Mosel der aus dem Hochwald kommende Frohnbach, der, wie der Veldenzer Bach, oft zum Mühlenhetriebe verwendet wird. Im Front) achthale liegt das Dorf Burgen. Gegenüber der Mündung des Frohnbaches steigt das 1. Moselufer mächtig an; die Abhänge sind mit Reben bedeckt, alle in vorzüglichen Lagen, deren Gesamtname der „Brauneberger“ ist. Die reichen Weinberge werden meistens von den Bewohnern des Dorfes Dusemond (r.) bestellt. Gasthof zum Bräunet erg bei Plunien, 4 Betten, N. u. F. 1,50 M., M. 1,20 M., P. bei mindestens 5tägigem Aufenthalt 3 M. Der sehr reg- same Ort mit 700 Einw. ist der Sitz eines Winzer- vereins ; auch ist hier eine grosse Obstbaumschule. Der Verschönerungsverein hat das 20 Min. entfernte Wäldchen