67 folge der ausserordentlichen Flusswindungen vier Abschnitte der Mosel wie vier Seeen, alle eingerahmt mit waldigen, oder mit Reben be- pflanzten Abhängen. Von dem König in ’/2 Std. nach Merl a. d. Mosel (s. w. u.) und dann wieder nach Bullay. — Sehr empfehlens- wert ist auch folgender, nur 3 Std. beanspruchender Rundgang ■ von Bullay zur Marienburg, dann nach Kaimt, Zell, Merl, auf den König und wieder nach Bullay. Noch mehr als Bullay ist zu längerem Aufenthalte das grössere, dicht am Flusse gelegene Pfarrdorf Alf (1.) [Alve] zu empfehlen. Anlegestelle des Dampf- boots und Agentur. Gasth. Zur Post bei Theisen, 86 Betten, Z. u. P. 2,60 M., M. 2,60 M., P. 5 M. Bad Bertrich, J. Bremer; Burg Arras ; Zum Anker; Zum Engel; Schöne Aussicht, an der Mosel (Bier); Pension Nöllen, 31/, M. — Zweimal täglich Post nach Bertrich, l>/4 Std., für 90 Pfg.; mehrmals täglich Omnibusfahrt für 1 M ; einmal täglich Post nach Lutzerath in der Eifel. Wagen nach der Marienburg, hin und zurück 4 M.; nach Bertrich Einsp. 6, Zweisp. 6 M., hin und zurück 7,60 u. 9 M, Das Pfarrdorf Alf hat 1350 Einw. und zählt zu den bevorzugten Moselorten. Es liegt an der Mündung des Alfbaches, der zwischen dem Prinzenkopf (r.) und dem 398 m hohen S o 11 i g die Mosel erreicht. Die Lage ist überaus anmutig, der Aufenthalt in den verschiedenen Gasthöfen angenehm. Die Chroniken melden, dass der Ort durch das Erdbeben im Jahre 1395 sehr gelitten habe. Eine halbe Stunde von Alf liegen im Alfthale die Ruinen der Burg Arras auf einem mächtigen Bergkegel, von dem man in das untere Alfbaehthal, sowie in das Thal des tlessbaches schauen kann, der am Fasse des Bergkegels in den Alfbach mündet. Die Burg Arras war im Mittelalter so mächtig, dass der Erzbischof Albero von Trier ira Jahre 1148 schwur, er werde sich nicht eher den Bart scheren lassen, bis er die Feste zurückerobert hätte. Der schönste Ausflugsort für die in Bullay oder Alf weilenden Moselreisenden ist die Marienburg. Gasthof-Restaurant Boemer, ein Glanzpunkt au der Mosel, vom Bahnhof Bullay in 1j2 Stunde, von Alf in sj4 Std. zu erreichen. Von Alf aus dehnt sich ein Berg- rücken des 1. Moselufers in einer langgestreckten Landzunge nach Süden aus und zwingt die Mosel zu einem ihrer schönsten Bogen, der sogenannten Schleife, von 12 km Länge. So bedeutend ist der Umweg, den der Fluss hier macht, so nahe Beginn und Ende der Schleife, dass hei der Bergfahrt Reisende den Dampfer verlassen, den Bergrücken ersteigen und auf der andern Seite zur Mosel wieder abwärts steigen, sobald sie das Damfboot hei Briedel hervorkoramen sehen. Der Weg ist an der schmälsten Stelle der Landzunge in ‘/a Stunde zurückzulegen. Die breiteste Stelle ist zwischen den Orten Briedel und Kaimt. Bei Marienhurg hat der Grat eine Höhe von 115 m, senkt sich dann und steigt im Barl, wie der eigentliche Name des Bergrückens ist, zu 283 m hinan. Die Abhänge tragen