52 sperrt. Das Schloss gewährt mit seinen vielen Türmen, Türmchen und Erkern inmitten des mit Wald bedeckten Thaies einen grossartigen Anblick und ist daher oft ein willkommener Vorwurf für des Malers Pinsel gewesen. An dem Schlosse haben verschiedene Jahrhunderte ge- baut, daher auch kein einheitlicher Stil. Man unterscheidet vier Teile. Der älteste, Burghaus Platteltz genannt, stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist der Hauptsache nach ein mächtiger Wartturm, der ehemals des spitzen Daches und der vier Ecktürmchen entbehrte und da- für mit Zinnen gekrönt war. Seine heutige Gestalt hat es hei späteren Erweiterungen des Schlosses erhalten. Im unteren Geschosse sind Kellerräume, dann folgen Wohn- räume. Da dieser Teil jetzt von der Dienerschaft bewohnt wird, haben die Besucher in ihn keinen Zutritt. Der zweite Teil, Eltz-Rübenach, ein dreistöckiger Schlossflügel, zeichnet sich durch zierliche Erker aus. Der dritte, Eltz- Rodendorf, stammt aus dem Ende des 15. Jahrh. und bildet den Hauptteil des sehenswerten Bauwerkes. Der letzte Teil, Eltz-Kempenich, ist wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. erbaut. Die Wirtschaftsräume mit dem sogen. Goldschmiedehaus stehen abgesondert von diesen Burg- häusern, die zu einem Ganzen vereinigt sind, auf der Höhe des Bergkegels. Die Aussenbauten sind getreu Avieder- hergestellt, wie sie bei dem Ausgange des Mittelalters waren. Notwendige Neubauten sind dabei mit dem Ganzen in Einklang gebracht. PI in Gang durch die Burg. Man gelangt zunächst zu einem sprudelnden Brunnen, daneben das Goldschmiede- haus. An einer Werkstätte vorüber geht man zu einer Felsentreppe zum Burgthor. Rechts davon ist die stilgerecht erbaute Wohnung des Thorwarts, daneben ein unregel- mässiges Kreuzgewölbe mit schweren Thüren als Eingänge in die Felsenkeller. L. unter dem Kreuzgewölbe ist der Weg zum inneren Schlosshof. Eine Treppe führt in die Kapelle des Eltz-Rodendorfer Burghauses, ein längliches Viereck mit flacher Decke. In einer Wandnische die Kon- sekrationstafel von 1326, in welchem Jahre die Kapelle durch Frater Arnoldus, einen Sohn des gräflichen Hauses, ge- weiht worden ist. Sehenswert in der Kapelle ferner ein spätgotisches Rauchfass, ein frühgotischer Weihwasserkessel, ein Wappenschild, ein schönes Ciborium und eine zierliche Monstranz nebst wertvollen Spitzeuarbeiten aus spanischer und niederländischer Zeit. Durch eine offene Halle gelangt man zu einer Wendel- treppe und auf dieser in den schönen Fahnensaal, den