48 wird die sehr kostbare Monstranz der Ehrenbürger Burg- kapelle aufbewahrt; im Turm hängt seit 1756 die 1530 für die gleiche Kapelle gegossene Glocke, nachdem sie bis dahin auf der Ehrenburg gedient hatte. Der Ort liegt zwischen den Mündungen zweier Bäche, der obere ist der Ehrbach, der untere der Brodenbach, angeblich goldführend; beide forellenreich. Verfolgt man die Trierer Landstrasse aufwärts bis zum letzten Hause, dann zwischen Haus und Garten zum Felsgrat, so erreicht man das Tempelchen „Concordia“, ein vom Verschönerungs-Verein aus Naturholz mit Tisch und Bänken bequem gemachter Aussichtspunkt. Man übersieht Loef, Alken, das Dorf unten und die Ruine Ehrenburg, moselaufwärts Hatzenport. Lohnend ist auch der Weg durchs Brodeubachthal bis zur Grünenmühle. Das Thal wird zuletzt sehr eng, besonders in der Nähe des Donnerloches, wo schroffe Felswände und Wasserfälle ein wildromantisches Bild geben. An der bewaldeten Bergwand führt die Strasse zum Hunsrück hinan, in 3 Std. an der Ehrenburg vorüber über Herschwiesen, Windhausen, Buchholz durch das Burbacherthal über den Sabelsberg durchs Fraubachthal nach Boppard. Von Brodenbach nach der Ehrenburg, ‘/2 Std. Vom Gasthofe zur Post 1. die Strasse aufwärts im Thale des Ehrbachthals, 1. der Kirchhof. Das Thal wird enger und zeigt wilde Felshildungen. L. „Wegweiser zur Ehrenhurg“. Das Thal erweitert sich zu einem anmutigen Wiesenplan, der von dem in zwei Arme geteilten Bach umflossen ist; schroffe Felsen und schön bewaldete Bergwände, die von engen Schluchten unterbrochen sind, und aus denen wilde Bergwässer rauschen. Im Vordergrund zeigt sich die Ruine, die hei der Wendung des Bachweges wieder verschwindet. Wo sie wieder erscheint, mündet r. ein von Mörshausen kommender Weg, auf dem mau in ‘/j Std. zur sogen. „Biesenbuche“ ge- langen kann. Den Weg zur Ruine verfolgend, erreicht man das ärmliche Dörfchen Ehrenburgerthal. Hinter diesem geht’s im Zick- zack zu dem Bergkegel, den die herrliche Ruine Ehrenburg krönt. Au Pappeln, altem Mauerwerk und dem Burgbrunnen vorüber kommt man zum Burggraben, und zur Zugbrücke. Auf einer steinernen Treppe erreicht, man die Wohnung des Kastellans. Rückwärts schauend, erkennt man von hier den einzigen Eingang zur Burg, der zwischen den Mauern zur Zugbrücke führte. In der Wohnung des Kastellans wird Wein ansgeschenkt; für die Besichtigung der Burg Trinkgeld nach Belieben. Die Ehrenburg war zur Zeit ihres Glanzes weithin berühmt wegen ihrer Festigkeit und ihrer Schönheit; sie gilt auch heute noch, da sie mehr durch Vernachlässigung als durch die Zerstörung gelitten hat, als die schönste Schlossruine des ganzen Moselthals. Betrachten wir die ein- zelnen Räume. L. auf dem Vorhofe ist die St all wacht mit Eingang in die Pferdeställe und in den Keller; r. die Thorwacht. Kenner und Freunde der Befestigungs-