36 Coblenz. Links von der Brücke dieVorderseitedesEegie- rungsgebäudes, diesem gegenüber in der Karmeliterstrasse das neue Landgericht mit stilvoller Vorderseite. Von den in der nächsten Umgebung der Stadt gelege- nen Sehenswürdigkeiten ist keine beliebter und anziehender als die Rheinanlageu, die kein Besucher Coblenz' übergehen darf. Drei Wege: 1. von den Hotels am Ehein r. an der Schiffbrücke, an der Eegierung und am Zollamte vorbei zum Holzthor, wo eine Tafel in drei Sprachen den Anfang der Anlagen anzeigt. Eechts ein kunstvolles eisernes Gitterthor vor dem Kaiserlichen Schlossgarten. — Durch das Mainzer- Thor, dann am Schweizerhäuschen vorbei durch das Glacis, am Spielplatz vorüber zu dem Platz für das Kaiserin-Augusta- Denkmal, weiter gerade aus zum Eheiu und nun r. den An- lagen folgend. — 3. Vom Moselbahnhof treppauf zu der Brücke über dem Bahneinschnitt, dann nach dem Ehein ge- radeaus den Markenbildchenweg; r. kleine Kapelle, 1. Exer- zierplatz, dann Gartenanlagen, über die Mainzer Strasse in die Anlagen, die man bei der Trinkhalle erreicht. Die Eheinanlagen sind eine Schöpfung der Kaiserin Augusta, die auch in ihrem Testamente eine bedeutende Summe zur Unterhaltung der Anlagen gestiftet hat. Seit ihrem Bestehen bilden sie die beliebtesten Spaziergänge bei Einheimischen und Fremden. Sie beginnen bei dem Holz- thore. Am Eingänge erhebt sich eine mit einem Adler ge- krönte Säule, das letzte Geburtstagsgeschenk für die Kaiserin (30. September 1889). Es folgt eine prachtvolle Eosenan- lage; uuter dem Laudbrückeubogen der Eisenbahn der Kö- nigsbogen mit der Königshalle, daneben die Viktoriahalle mit allerlei Wappen und mit Erinnerungszeichen an den ehemaligen Aufenthalt des Kaiserpaares. Daran schliesst sich der Kinder- spielplatz ; weiter folgt das sehr bescheidene Denkmal des Ehein- und Vaterlandssängers Max von SchenkcnJorf. der 1817 in Coblenz gestorben ist. L. eine hohe Säule mit einem Adler, den Erbauern der Eisenbahnbrücke errichtet. Daneben ein Wasserstandszeichen der Eheinhochflut v. J. 1882. Die mannigfachen Verschönerungen durch Lauben, Euheplätze, Blumengruppen, Erz-, Marmor- und Thonffguren, besonders die geschickt und bequem angelegten Aussichtspunkte ge- ben Zeugnis von dem künstlerischen Sinn, sowie von der Fürsorge der hohen Gönnerin. Der grösste Eeiz dieser An- lagen liegt freilich in der Aussicht auf den Ehein und auf sein herrliches Gelände. Den Hauptanziehungspunkt der Anlagen bildet die T r i nkh al 1 e, r. vom Hauptgange, ira Schweizerstile erbaut und 1861 von der Königin Augusta eröffnet; vor der Halle am