28 über die erste Rheinbrücke; der Moselbahnhof für die Linie nach Trier-Saarbrücken und Trier-Metz und für die Lahnbahn; der Bahnhof in Ehrenbreitstem für die rechtsrheinische Linie. — Droschken, im Stadtbezirk, zu dem auch Ehrenbreitstein zählt, */< Std. Ein- spänner für 1—2 Pers. 70 PL, 3—4 Pers. 1 M.; Zweispänner 1 M., 1 M. 30 Pf., Gepäck von 16—25 kg 25 Pf., bis 50 kg 50 Pf.; Brücken- geld 45—60 Pf. über die Schiffbrücke nach Ehrenbreitstein be- sonders. — In der Umgebung: zum Rittersturz (s. w. u.) über Lau- bach Einsp. 4,50, Zweisp. 6 M., über die Karthause 7 und 10 M., auf die Festung Ehrenbreitstein oder auf den Asterstein (s. w. u.) Einsp. 4 M-, Zweisp. 5 M,, Brückengeld besonders. Pferdebahn, vom Moselbahnhof durchs Löhrthor und durch die Stadt zur Schiffbrücke, ferner vom Paradeplatz auf der Mainzer Strasse bis zum Schützenhaus (15 Min., 20 Pf.), im Sommer bis Capellen (25 Min., 30 Pf.). Gasthöfe; Am Rhein in der Nähe der Schiffbrücke; Zum Biesen, Z. L. B 2l/3—3l/3 M-, B. 60 Pf., F. 1,20, M. 3, P. 7 M.; Bellevue, mit gleichen Preisen, beide ersten Ranges; Zum Anker, Z. L. B. von 2 M. an, F. 1—1,20, M. 3, P. m, Z. von 6‘/3 M. an; Traube, in der Nähe des Rheins, Z. F. 3 M. — In der Stadt: Centralhotel, gegenüber dem Rheinbahnhof, Z. L. ß. von 2 M. an, F. 1, M. 2l/2l P. von 5V3 M. an; Berliner Hof, zwischen beiden Bahnhöfen; Zum wilden Schwein, bürgerlich, gut, Z. L. B. F. 3, M. 2V3 M.; Stadt Lüttich, unweit der Moselbrücke; Trierischer Hof, am Clemensplatz, Z. L. B, l3/4—2, F. 1, M. 1V2—2. P- 5 M.; Maiwald, Schlossstr., Z. L. B. u. F. 2— 2‘/a M.; Cölnischer Hof, an der Moselbrücke. Cafés: Monopol, am Hotel zum Riesen, Münchener u. Pilsener Bier vom Pass; Trierischer Hof (Wein- u. Bierrestaur.); Trinkhalle, in den Rheinanlagen. Weinhäuser: Tillmann, an der Moselmündung; Scheid; Im Vogelsang. — Civilkasino, Einführung erforderlich. Bi’erhäuser- Franziskaner Leistbräu (bei Mehl); Franziskaner (Münchener Löwenbräu), beide am Paradeplatz; Engels, Schlossstr. (Münchener Kindl); Bierkeller des Centralhötels. Post und Telegraph, am Clemensplatz. Coblenz liegt in einer herrlichen Umgehung. Ein so reiches und grossartiges Bild wird uns auf der ganzen Fahrt durchs Moselthal nicht wiederkehren. In einer Beisebeschrei- bung von 1690 heisst es: „Diese Stadt liegt gar lustig, auf einem fruchtbaren Boden, und hat es auf den Bergen und Hügeln herum guten Weinwachs. Die Bürger allda sind freundlich, frölich und aufrichtig.“ Obwohl Hauptstadt der Provinz, wird Cohlenz von vielen Provinzialstädteu an Grösse, an Wichtigkeit für Handel und Industrie weit übertroffen; um den Preis der Schönheit ihrer Lage mag wohl keine mit ihr streiten. Auf der sich nur wenig erhe- benden Halbinsel gelegen, die durch die Moselmündung und den Rhein gebildet wird, spiegelt sie sich in den Fluten zweier Ströme, deren hochragende felsige Ufer das reizende Bild grossartig ahschliessen. Eine glücklichere Vereinigung aller den landwirtschaftlichen Heiz einer Gegend bildenden Gegenstände ist nicht leicht denkbar: die reich bebauten und belebten Ufer zweier schönen Ströme, die waldigen, oder mit Wein bepflanzten Abhänge, durch Häusergrnppen, Villen oder