24 dann nach SO. An der Grenze von Buntsandstein und dem Schiefergebirge bei Conz wird ehemals eine Gabelung des Flusses statt gehabt haben; der nördliche Arm verlief nördlich von Conz, nach den hohen Diluvial-Terrassen in der Gegend zu schliessen; der andere nach SO., zunächst an der Grenze zwischen Buntsandstein und Schiefer bis Coenen und machte in letzterem den grossen, fast kreisförmigen Bogen über Kanzem, Wiltingen, Oberemmel nach Conz. Damals wird hei Conz das nach NW. etwas vorspringende alte Schiefergebirge in dieser Eichtung noch weiter fortgesetzt und hier eine Barriere be- standen haben, ähnlich wie sie bei der Saar oberhalb Saar- brückens gedacht wurde, die beide Moselarme lange Zeit trennte, bis sie schliesslich bei stets fortschreitender Aus- waschung durchbrochen worden ist. Auf dieselbe weist die verhältnismässig geringe Thalweite bei Conz und auf den früheren südlichen Moselarm die grosse Thalweite bei Coenen hin. Erst nach erfolgtem Durchbruch der Barriere bei Conz entwickelte sich hier der heutige Mosellauf; der südliche Arm über Coenen, Wiltingen etc. trat zurück, und es hat nun die Saar den von demselben gebahnten Weg zu ihrem weiteren Lauf benutzt. Dies faud in jener Zeit statt, als das Mosel- bett in einem etwa 90 bis 100 m höheren Niveau lag. Die höchste Stelle des breiten Thalbodens bei Crettnach ist 225 ra über d. M., die Mosel an der Saarraündung 127 m. Damals wird auch der vorerwähnte frühere Saararm von Ayl über Tawern nach Wasserliesch zurückgetreten sein; die Ge- birgssenke am Hardtwald liegt etwa in gleicher Höhe wie der Thalboden bei Crettnach. Bemerkenswert ist die gegenwärtige Einmündung der Leuk in die Saar; oberhalb derselben ist der sehenswerte Wasserfall in der Stadt Saarburg; sie verlief ehedem sicher- lich durch die enge und tiefe Thalschlucht zwischen Saarburg (Oberstadt) und Niederleuken und mündete hier ein. Zu jener Zeit stand der Bergrücken, auf dem die Burg sich befindet, noch mit der Höhe zwischen der Saar und Leuk, auf deren nördlichem Vorsprung die Kirche steht, in Verbin- dung. Der schmale Rücken zwischen der Saar und dem früheren Leukthal ist etwa 100 m breit; man hat jedenfalls denselben durchbrochen und dadurch ein Gefälle des Leuk- wassers (zum Mühlenbetrieb) von etwa 10 m Höhe erreicht. Ähnliches findet man bei Sommerau an der Ruwer, dieselbe verlief hier ehemals in einem fast kreisrunden Bogen um die Kuppe mit der Burg, und es ist anzunehmen, dass die sehr schmale Felsrippe, die sie mit der westlichen Höhe verband, auf künstlichem Wege durchbrochen worden ist. Die Burgbewohner mögen das dabei gewonnene Gefälle des