21 östlich bis zur Saar nach St. Arnual und westlich nach Forbach hin ausdehnt. Diese Thalmuide macht so recht den Eindruck, als rühre sie von einem ehemaligen Flusslauf her. In der That kommen in demselben auch viel Flussgeschiebe vor, besonders nach St. Arnual hin, aber auch weiter nach Forbach hin. Betrachtet man, besonders von Westen und Süden her die kegelförmigen Kuppen des Kaniuchenbergs und Haibergs hei Brebach, die auffallende Thalweite zwischen beiden Kuppen, die nicht von kleinen Wasserläufen herrühren kann, ebenfalls die Thalweite östlich von Halherg und nimmt die Geschiebevorkommen östlich und nördlich vom Haiberg und am Kaninchenberg bei etwa BO m über der jetzigen Thalsohle wahr, so giebt dies Anlass, auch hier an einen ehemaligen grösseren Flusslauf zu denken. Die vielen Flussgeschiebe auf den Terrassen westlich von St. Arnual liegen i^ dem gleich hohen Niveau von 30 in über dem gegenwärtigen Saarthal. — Kurz, zu jener Zeit, als die Saar in einem 30 ra höheren Niveau verlief, fand oberhalb St. Arnual eine Gabelung derselben statt, der nord- östliche Arm hatte seinen Verlauf im breiten Thal östlich vom Haiberg nach der Schafbrücke hin, nahm hier den Scheider- und den Grumbach auf, machte einen halbkreisförmigen Bogen und verlief nach W. zwischen Halherg und Kauinchen- berg und weiter in der Kichtung der heutigen Saar — der westliche Arm ging von St. Arnual über die goldne Bremm nach Forbach hin, wandte sich von den Höhen des St. Avolder Waldes nach N., bespülte das östliche Gehänge des Hochwaldes bei Kreuzwald und verlief über Bisten, dann zwischen Alt- uud Neuforweiler, westlich von Beaumarais, um sich nahe unter diesem Orte mit dem erst erwähnten Saararm zu ver- einigen. Der Höhenzug, der schon, wenn man die Bahnstrecke Dillingen-Bous bereist und seinen Blick westwärts wendet, ins Auge fällt, und der sich mit seinem steil abfallenden öst- lichen Gehänge vom Limberg bei Wallerfangen über Fels- berg, Bous nach Süden hin erstreckt, war damals, als diese grosse Saargabelung bestand, das Ufer des westlichen Armes. Am Fusse dieses Höhenzuges ist die etwa 30 m über der Saar gelegene weite Fläche—vielfach mit Saargeschieben bedeckt— ein altes Saarbett. — Der zweite Saararm floss nach Umspülung des Haibergs in NW. weiter. Vermutlich war nordw. der Schaf- hrücke eine nochmalige Gabelung dieses Armes, zwischen wel- cher der Kaninchenberg hervorragte. Es deutet die Ahrundung dieses Berges auf seiner nördl. Seite darauf hin, ferner auch die Ablagerung von Flussgeschieben auf der hier befindlichen kleinen Fläche bei 230 m Meereshöhe. Die gleiche Höhe haben die Terrassen westlich von St. Arnual und die östlich